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Katar installiert Klimainstitut und Solaranlagen mit 200 MW

Doha, Katar – Katar, Gastgeber der derzeit stattfinden UN-Klimakonferenz in Doha, will ein neues Klimaforschungsinstitut errichten und schreibt darüber hinaus Solarprojekte in einem Umfang von zunächst 200 Megawatt (MW) Leistung aus. Die Katar Stiftung hat zusammen mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in Doha die Gründung eines Instituts zur Erforschung des Klimawandels angekündigt. Es wird das erste Institut seiner Art sein "in einem Land, dessen Wohlstand sich auf fossile Brennstoffe gründet", sagte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber.

Kooperationsvereinbarung unterschrieben
In Anwesenheit Ihrer Hoheit Sheikha Moza bint Nasser, Vorsitzende der Qatar Foundation, von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, der das Projekt unterstützt, sowie von UNFCCC-Chefin Christiana Figueres und COP-Präsident Abdullah Bin Hamad Al-Attiyah, wurde beim Weltklimagipfel COP18 ein entsprechendes Memorandum unterzeichnet. Das Institut soll Wissenslücken schließen, indem es sich insbesondere auf trockene Regionen fokussiert – in diesen leben weltweit 2,5 Milliarden Menschen – sowie auf die Subtropen. Das geplante Institut zielt darauf ab, einerseits den Klimawandel und seine Folgen und andererseits mögliche Wege zur Abmilderung seiner negativen Auswirkungen besser zu verstehen. Es wird an der Kreuzung zwischen Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften arbeiten. Zu den Forschungsfeldern werden unter anderem Extrem-Ereignisse gehören, Wassersysteme, Ökosysteme, Nahrungserzeugung, öffentliche Gesundheit und nachhaltige Entwicklung. In den kommenden Monaten wird die Katar Stiftung mit dem PIK zusammen ein Gründungskomitee ernennen, das detaillierte Pläne für das Institut entwickelt und ermittelt, welche Forscher für das Projekt gewonnen werden sollen. Ein zweites Element der Zusammenarbeit von Katar und PIK wird der Aufbau eines Global Climate Change Forum sein, eine Plattform für gleichgesinnte Länder, die zusammenarbeiten und angesichts des Klimawandels innovative Strategien entwickeln wollen.

Ausbauziele für Solarenergie
Katar will neben diesen Bemühungen um ein neues Klima-Forschungsinstitut auch bei regenerativen Energieprojekten in Bewegung kommen. Nach einem Bericht von Bloomberg plant das Emirat, ab dem ersten Quartal 2013 Solarstrom-Projekte auszuschreiben. Zunächst geht es dabei um 200 MW. Diese Ausschreibung sei ein Baustein zur Erreichung des Ziels, bis zum Jahr 2020 Solaranlagen mit einer Leistung von 1.800 MW zu installieren. Damit folgt Katar dem Artikel zufolge den regenerativen Ausbauszielen seiner Nachbarstaaten. Demnach wolle Saudi Arabien bis 2032 ein Drittel der Stromerzeugung aus der Sonne generieren. Dubai peile einen Anteil von fünf Prozent Solarstrom bis 2030 an und Abu Dhabi wolle sieben Prozent regenerative Stromerzeugung bis 2020 erreichen.

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06.12.2012

 



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