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Tesla mit Umsatzrekord und roten Zahlen

Palo Alto – Der Elektroauto-Hersteller und Solarstrom-Anbieter Tesla wächst weiterhin rasant. Im ersten Quartal 2017 hat Tesla so viele Autos gebaut und ausgeliefert wie noch nie. Zudem laufen die Vorbereitungen für den Produktionsstart des Massen-Elektroautos Model 3 auf Hochtouren. Doch auch die Verluste haben sich ausgeweitet.

Tesla erreicht neue Rekorde bei der Autoproduktion und beim Umsatz. Doch auch der Nettoverlust steigt kräftig an. Die Tesla-Aktie gibt nach.

Tesla-Aktie fällt nach Zahlenvorlage zurück

Tesla-Zahlen sind in der Regel ein Ereignis. Seit Jahren dokumentieren sie die Entwicklung eines schnell wachsenden Unternehmens in einem Zukunftssektor und enthalten nicht selten große Versprechen für die Zukunft. Das spiegelt sich auch im Aktienkurs des Unternehmens wider, das derzeit mit knapp 44 Milliarden Euro bewertet wird. Seit Ende 2013 hat sich die Aktie des Unternehmens aus Kalifornien etwa verzehnfacht. Doch im Börsenhandel am heutigen Donnerstag gibt das Papier bislang um rund 4,8 Prozent auf 271,95 Euro nach (Stand 16:18 Uhr, Börse Stuttgart). Die Anleger haben offenbar mehr erwartet.

Umsatz steigt kräftig – Nettoverlust noch kräftiger
Tesla hat in den ersten drei Monaten 2017 einen Rekordumsatz von 2,70 Mrd. US-Dollar erzielt (umgerechnet etwa 2,47 Mrd. Euro). Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies einer Steigerung um rund 18 Prozent. Alleine im Automobilbereich hat Tesla 2,04 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Der operative Verlust ist leicht um etwa 3 Prozent auf 258 Mio. US-Dollar gesunken, doch der Nettoverlust ist im Vergleich zum Vorquartal steil um über 170 Prozent auf 330 Mio. US-Dollar nach oben geschnellt. Tesla führt dies vor allem auf nicht cashwirksame Vorgänge unter anderem im Zusammenhang mit der Solarcity-Übernahme zurück.

Tesla stellt klar: Model 3 wird kein neues Model S

Mit Blick in die Zukunft hält Tesla am Absatzziel für das gesamte erste Halbjahr 2017 in Höhe von 47.000 bis 50.000 Autos fest. Ein konkretes Ziel für das zweite Halbjahr wolle am aber erste nach dem Produktionsstart des Model 3 im Juli abgeben. Ziel ist es, noch in 2017 eine wöchentliche Produktionsmenge von 5.000 Autos dieses Typs zu erreichen. In 2018 soll diese Produktionsrate dann auf 10.000 Stück pro Woche gesteigert werden. Tesla benennt zudem eine interessante Herausforderung: Das Unternehmen will den um sich greifenden Trugschluss eliminieren, dass das künftige Model 3 die neuste und fortschrittlichste Variante des Model S sein soll. Dies sei nicht korrekt, so Tesla ausdrücklich.

© IWR, 2017

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