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Sultanat Oman setzt auf erneuerbare Energien

© Turi - Fotolia© Turi - FotoliaBerlin - Der Strombedarf im Oman wird bislang fast vollständig mit Erdgas gedeckt. Um künftig eine Ressourcenknappheit zu vermeiden, setzt die Regierung auf erneuerbare Energien.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien steckt im Oman noch in den Kinderschuhen. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und demographischen Entwicklung will die Regierung des Omans den Anteil erneuerbarer Energien (EE) in den nächsten Jahren deutlich ausbauen.

10 Prozent regenerative Stromerzeugung bis 2025
2008 lag die Leistung regenerativer Stromerzeugungsanlagen im Oman bei gerade einmal 235 kW, im September 2015 ging zusätzlich eine 300 kW PV-Solaranlage in Betrieb. Zudem befinden sich sechs regenerative Pilotanlagen mit einer Leistung von 8,6 MW in ländlichen Regionen in der Erprobung. In den nächsten Jahren soll der Anteil erneuerbarer Energien nach dem Willen der Regierung deutlich erhöht werden. Ziel des Sultanats ist es, den durch Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum steigenden Strombedarf bis 2025 zu 10 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken.

Erste PV-Anlagen auf Privatdächern im Oman
Beim Ausbau erneuerbarer Energien setzt die Regierung auch auf den Ausbau von PV-Anlagen auf privaten Wohnhäusern. Auf den Dächern von Maskat werden in Kürze die ersten Solaranlagen Strom produzieren. Wird dieser nicht direkt verbraucht, kann er in das öffentliche Netz eingespeist werden. Dazu erteilte die omanische Regulierungsbehörde AER (Authority for Electricity Regulation) im August 2018 ihre Genehmigung.

Die ersten Pilotanlagen laufen unter dem „Shahim 2 -Projekt“, mit dem bis zu 30 Prozent der Wohnhäuser im Sultanat mit Photovoltaik-Anlagen in einem Leistungsbereich zwischen 3 und 5 kWp ausgestattet werden sollen. Die Kosten für Beschaffung, Installation sowie Betrieb und Wartung werden vom Entwickler selbst getragen, der mit dem Stromabnehmer einen PPA von 20 Jahren aushandelt. Mit Einführung des Cost Reflective Tariffs zahlen die Omani im Sommer Strompreise von bis zu 0,067 OMR in Peak-Zeiten (ca. 15 c/kWh). Steigen die Preise weiter, werden sich in Zukunft auch Systeme mit Speichern rentieren.

AHK Reise zur Auslotung von Marktchancen
Aufgrund von fehlendem eigenen Know-how im Land sieht die Deutsche Außenhandelskammer (AHK) angesichts der Ausbauziele für erneuerbare Energien Bedarf an Konzepten, auf deren Grundlage die notwendigen gesetzlichen Grundlagen für den EE-Ausbau geschaffen werden können.

Zudem erwartet die AHK eine steigende Nachfrage nach Qualitätsprodukten aus dem Ausland, auch für Inselnetzlösungen in netzfernen Gebieten. Vor diesem Hintergrund findet vom 04. - 08. November 2018 in Maskat unter dem Titel „Photovoltaik und Speichertechnologien“ eine AHK-Geschäftsreise der Exportinitiative Energie in den Oman statt. Organisator ist das Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft in Oman. Unternehmer, die ihre Geschäftsmöglichkeiten im Oman einschätzen möchten, können sich noch kurzfristig anmelden.


© IWR, 2018


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27.09.2018

 




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