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Second Foundation baut drei Batteriegroßspeicher mit zusammen 307 MW in Tschechien – mit europäischer Technologie und eigener Steuersoftware

© Second Foundation© Second FoundationPrag - Steigende Strompreisschwankungen und der wachsende Anteil erneuerbarer Energien treiben auch in Tschechien die Nachfrage nach großskaligen Flexibilitätsanlagen. Mit einem Investitionsvolumen von über 160 Millionen Euro für drei Batterie-Großspeicher setzt das tschechische Energiehandels- und TechnologieunternehmenW Second Foundation nun ein deutliches Ausrufezeichen.

Der tschechische Markt für Regelenergie – also für die kurzfristige Stabilisierung des Stromnetzes – umfasst eine Gesamtkapazität von rund 1 GW, davon sind rund 370 MW für die schnelle Frequenzregelung reserviert, das für Batteriespeicher wirtschaftlich relevanteste Segment. Nach Einschätzung von Branchenvertretern wechselt der tschechische Batteriespeichermarkt gerade von der Projekt- in die Bauphase – drei neue Großprojekte von Second Foundation mit zusammen 307 MW werden dazu einen erheblichen Beitrag leisten.

Vraňany, Stonava, Tušimice: Drei Projekte stärken das tschechische Übertragungsnetz
Second Foundation entwickelt gemeinsam mit Partnern drei Zwei-Stunden-Batteriespeicherprojekte mit Betriebsstart bis Ende 2026. In Vraňany (Bezirk Mělník) entsteht ein 20-MW/40-MWh-System, das einen gemeinsamen Netzanschluss mit dem benachbarten 33-MW-Solarkraftwerk Vepřek nutzt. In Stonava (Mährisch-Schlesien) wird ein 87-MW/180-MWh-Speicher errichtet, der mit Inbetriebnahme im Spätsommer 2026 vorübergehend der leistungsstärkste eigenständige Batteriespeicher des Landes sein wird. Das Flaggschiffprojekt Tušimice mit 200 MW/400 MWh wird direkt an das 400-kV-Übertragungsnetz des Netzbetreibers ČEPS angeschlossen – über die erste privat betriebene Umspannstation der Tschechischen Republik. Eine Erweiterung auf 210 MW/420 MWh ist vorgesehen.

Vojtěch Kačena, Gründer von Second Foundation: "Wir bauen Batterien. In einem Umfeld steigender Strompreisschwankungen ermöglichen Batterien eine effiziente Integration erneuerbarer Energien ins Netz. Für Verbraucher bedeutet das langfristig stabilere Preise, und für Europa die Möglichkeit, den Anteil fossiler Energien weiter zu reduzieren."

Europäische Lieferkette: GAZ Energy aus Bohumín, Wurzeln im Geräte- und Akkumulatorenwerk Zwickau
Alle drei Projekte setzen auf eine konsequent europäische Technologiekette. Die Batteriesysteme liefert GAZ Energy, ein tschechischer Hersteller mit Produktionsstandort in Bohumín und Wurzeln im deutschen Geräte- und Akkumulatorenwerk Zwickau. Das Unternehmen produziert derzeit Systeme für europäische Projekte mit einer Gesamtkapazität von 1.500 MWh. Die Energie- und Batteriemanagementsysteme (EMS/BMS) hat Second Foundation eigenständig entwickelt – das gewährleistet vollständige Datenkontrolle und Cybersicherheit innerhalb europäischer Infrastruktur. David Vodička, Vorstandsmitglied von GAZ Energy: "Wir legen größten Wert auf Sicherheit gemäß europäischen Standards und auf Optimierung für die Integration in führende Handelsplattformen, um die Rendite der Betreiber zu maximieren."

Algorithmischer Handel als Erlösmotor: 340.000 Euro je MW im Jahr 2025
Die Optimierung aller drei Projekte übernimmt Nano Energies, eine kürzlich übernommene Tochtergesellschaft mit 16 Jahren Markterfahrung. Second Foundation verwaltet derzeit über 110 MW Batteriespeicher in mehreren europäischen Märkten sowie in Japan durch automatisierten Handel mit mehr als 100.000 Transaktionen täglich. Batteriespeicher im Portfolio erzielten 2025 durchschnittliche Jahreserlöse von 340.000 Euro je MW. CIO Tomáš Wiedermann: "Alle drei Projekte liegen im Zeitplan und sollen bis Ende 2026 in Betrieb gehen. Zusammen werden 307 MW neue Kapazität das tschechische Übertragungsnetz deutlich stärken."

Jan Fousek, Geschäftsführer des Branchenverbandes AKU-BAT CZ: "Der tschechische Markt für Batteriespeicher bewegt sich endlich von der Projektphase in die Bauphase. Professioneller Handel ist entscheidend für den Erfolg solcher Projekte. Banken wissen das und verlangen erfahrene Flexibilitäts-Aggregatoren."

© IWR, 2026


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