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EDP Renewables steigert bereinigten Gewinn um 133 Prozent - Anlagenverkäufe treiben Ergebnis

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Madrid - Der Wind- und Solarparkbetreiber EDP Renewables (EDPR) hat seinen bereinigten Nettogewinn in den ersten neun Monaten 2026 um 133 Prozent auf 439 Mio. Euro gesteigert. Höhere Gewinne aus Anlagenverkäufen und das stärkere Geschäft in Nordamerika trugen wesentlich zu dem Anstieg bei.

Die Ergebnisse zeigen eine unterschiedliche Entwicklung der Ertragsquellen: Während EDPR mit gezielten Portfolioverkäufen erhebliche Gewinne realisiert, wächst das Ergebnis aus dem laufenden Geschäft moderat. Zugleich entwickeln sich die regionalen Märkte auseinander: In Nordamerika profitiert das Unternehmen von höherer Stromproduktion und steigenden Verkaufspreisen, in Europa belasten niedrigere Preise und schwächere Erzeugungsbedingungen.

EDPR erzielt 333 Millionen Euro Gewinn aus Anlagenverkäufen
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg von Januar bis September um 23 Prozent auf 1,73 Mrd. Euro. Der bereinigte Nettogewinn hatte im Vorjahreszeitraum bei 189 Mio. Euro gelegen. Der ausgewiesene Nettogewinn erhöhte sich von 107 auf 440 Mio. Euro.

Die im EBITDA erfassten Gewinne aus Anlagenverkäufen (Asset Rotation) stiegen von 59 auf 333 Mio. Euro. Ohne diese Veräußerungsgewinne erhöhte sich das bereinigte EBITDA um 4 Prozent auf 1,40 Mrd. Euro. Der Ergebnisanstieg spiegelt damit vor allem den höheren Beitrag der planmäßigen Portfolioverkäufe wider, während das operative Geschäft ebenfalls zulegte.

Aus Asset Rotation und weiteren Veräußerungen meldete EDPR Mittelzuflüsse von 897 Mio. Euro, nach 421 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Diese Mittelzuflüsse sind nicht mit den bilanzierten Veräußerungsgewinnen gleichzusetzen. Zu den Transaktionen gehörten Wind- und Solarportfolios in Europa sowie Solar- und Speicherprojekte in den USA.

Nordamerika wächst - Europa durch Strompreise und Erzeugungsbedingungen belastet
In Nordamerika erhöhte sich der von EDPR ausgewiesene Bruttogewinn um 16 Prozent auf 1,22 Mrd. Euro. Die Stromproduktion stieg um 9 Prozent, der durchschnittlich realisierte Verkaufspreis um 4 Prozent auf 50 US-Dollar/MWh. Zusätzliche Erzeugungskapazitäten unterstützten die Entwicklung.

In Europa sank der Bruttogewinn dagegen um 22 Prozent auf 594 Mio. Euro. Die Stromproduktion ging um 7 Prozent zurück, der durchschnittliche Verkaufspreis ebenfalls um 7 Prozent auf 76,1 Euro/MWh. EDPR nennt unter anderem niedrigere Einspeisetarife in Portugal, geringere abgesicherte Margen in Spanien und unterdurchschnittliche erneuerbare Energieressourcen auf der Iberischen Halbinsel. Auch Anlagenverkäufe wirkten sich auf die konsolidierte Erzeugungsleistung aus.

Konzernweit produzierte EDPR 30,9 TWh Strom, 2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die installierte Leistung lag Ende September bei rund 20,5 GW.

Asset Rotation bleibt Bestandteil der Wachstumsfinanzierung
EDPR nutzt den Verkauf von Anlagen und Beteiligungen, um Kapital für neue Projekte freizusetzen. Im bereits im November 2025 vorgestellten Geschäftsplan für 2026 bis 2028 sieht das Unternehmen Bruttoinvestitionen von rund 7,5 Mrd. Euro und Asset-Rotation-Erlöse von rund 4,5 Mrd. Euro vor. Bis 2028 sollen rund 5 GW zusätzliche Wind-, Solar- und Speicherleistung entstehen. Der Investitionsschwerpunkt liegt mit rund 60 Prozent der geplanten Bruttoinvestitionen in den USA.

In den ersten neun Monaten 2026 investierte EDPR brutto rund 1,84 Mrd. Euro. Der operative Cashflow stieg um 30 Prozent auf 1,15 Mrd. Euro. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten blieben bei 4,5 Prozent.

Die Neunmonatsbilanz zeigt damit zwei Seiten des Geschäftsmodells: Gezielte Anlagenverkäufe schaffen finanziellen Spielraum für den weiteren Ausbau und liefern erhebliche Ergebnisbeiträge. Die laufenden Erträge aus der Stromerzeugung bleiben dagegen von regionalen Preisentwicklungen und natürlichen Erzeugungsbedingungen abhängig.


© IWR, 2026


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05.11.2026

 



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