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Solarenergie: Chiphersteller aus dem Silicon Valley drängen auf den Boom-Markt

Santa Clara, USA - Immer mehr Unternehmen aus dem Silicon Valley haben sich derzeit den Einstieg in die Solarzellenproduktion auf die Fahnen geschrieben. Dabei profitieren Medienberichten zufolge die Chipspezialisten davon, dass ein Teil der Produktionsanlagen sowohl für die Herstellung von Halbleitern als auch von Solarzellen genutzt werden kann.

Während die Chiphersteller um zweistellige Zuwachsraten kämpfen, locke die Solarindustrie mit einem deutlich höheren Wachstum. Allein der Markt für Solar-Equipment soll sich Marktforschern zufolge bis 2010 auf drei Mrd. Dollar verdreifachen. Sollte der Solarboom anhalten, rechnen Experten in den kommenden fünf Jahren mit dem Bau von dutzenden Fabriken. Aufgrund der hohen Nachfrage würden sich die Kunden von selbst finden. Eine mögliche Eintrittsbarriere stelle allerdings die Rohstoffknappheit dar.

Den Schritt auf den Solarmarkt gewagt hat etwa der Chipausrüster Applied Materials. Im Mai dieses Jahres schnappte sich das Unternehmen mit Applied Films einen führenden Hersteller von Dünnschicht-Produktionsanlagen für die Herstellung von Flachbildschirmen und Solarzellen. Bis 2010 soll die neue Solarsparte einen Umsatz von 500 Mio. Dollar einspielen.

Noch kann die Solarindustrie dem Chipsektor allerdings bei weitem nicht das Wasser reichen. Während im laufenden Jahr mit Halbleitern rund um den Globus knapp 250 Mrd. Dollar erwirtschaftet werden sollen, erwarten Marktforscher für den Solarbereich Umsätze in Höhe von gerade sechs Mrd. Dollar. Darüber hinaus wirft die anhaltende Siliziumknappheit ihre Schatten auf die Boombranche. Experten rechnen damit, dass der Rohstoffmangel noch bis ins Jahr 2008 anhalten könnte, ehe die Erweiterung der Kapazitäten für Entlastung sorgen soll.

13.09.2006

 



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