AKW-Ausstiegsplan: Spanien baut Atomkraftwerk Garoña zurück
Madrid - In Spanien sind bisher die drei Atomkraftwerke Santa Maria de Garoña, Jose Cabrera-1 und Vandellos-1 endgültig stillgelegt worden. Die spanische Enreas wurde 1984 gegründet und ist für die Entsorgung radioaktiver Abfälle in Spanien zuständig. Jetzt hat das gemeinnützige Unternehmen zwecks Rückbau das Eigentum am Kernkraftwerk Garoña übernommen. Das AKW wurde 2017 endgültig abgeschaltet.
Die Eigentumsübertragung der Anlage von Nuclenor an Enresa bildet den Höhepunkt eines im Jahr 2020 begonnenen behördlichen Genehmigungsverfahrens und ermöglicht den Beginn der ersten Phase des Rückbauprojekts, so Enreas. Diese erste Phase dauert voraussichtlich drei Jahre und die Hauptaktivitäten werden die Demontage der Turbinengebäudesysteme, -strukturen und -komponenten sein. Gleichzeitig werden mit diesen Arbeiten die abgebrannten Brennelemente aus dem Becken in das spezielle Zwischenlager der Anlage ausgelagert, so Enresa.
In der zweiten Phase (ca. 7 Jahre), für die Enresa eine neue Genehmigung einholen muss, werden sich die Aktivitäten auf den endgültigen Rückbau der Gebäude sowie Dekontaminations-, Freigabe- und Abbrucharbeiten konzentrieren, bis die Restaurierung abgeschlossen.
In Spanien sind derzeit noch sieben Atomkraftwerke in Betrieb, die sukzessive abgeschaltet werden. Bis 2030 soll laut Plan der Regierung die Leistung der spanischen Atomkraftwerke von aktuell rd. 7.400 MW um mehr als die Hälfte auf 3.181 MW reduziert werden.
Die spanische Regierung plant dagegen konsequent den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Bis 2030 soll danach die Windenergie von 50 GW auf 62 GW Windkraftleistung steigen, während die Photovoltaik sogar von 38 GW auf 76 GW Solarleistung verdoppelt wird.
© IWR, 2026
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