Neue Förderrunde für THWS-Wasserstoffflugzeug: THWS und Kasaero erhalten Bundesförderung für Antriebsentwicklung – Zulassung für „Taifun" läuft
Würzburg/Schweinfurt – Die Technische Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) entwickelt gemeinsam mit dem Luftfahrt-Ingenieurbüro Kasaero aus Böblingen einen modularen Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb für Ultraleichtflugzeuge, der sich auch zur Nachrüstung bestehender Maschinen eignen soll. Für die Weiterentwicklung erhalten die Projektpartner aus dem Luftfahrtforschungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) eine Förderung von knapp zwei Millionen Euro, davon rund 890.000 Euro für die THWS.
Grundlage ist der bereits flugfähige Reisemotorsegler „Taifun 17 H₂". Er kombiniert einen batterieelektrischen Antrieb mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle; Rolltests hat er bereits absolviert, derzeit durchläuft er die vorläufige Verkehrszulassung beim Luftfahrt-Bundesamt. Sobald diese vorliegt, soll noch in diesem Jahr der Erstflug folgen. Es ist bereits die zweite Bundesförderung, die das Team für die Arbeit am „Taifun" erhält.
Im Mittelpunkt der neuen Förderphase steht die Weiterentwicklung des Antriebssystems: Es soll kompakter und leichter werden, damit es in den Bauraum gängiger Flugzeugmotoren passt und sich auf ähnlich konstruierte Leichtflugzeuge übertragen lässt. Erreicht werden soll dies unter anderem durch eine stärkere Integration der Leistungselektronik und optimierte Kühlsysteme. Zum Forschungsvorhaben gehört zudem der Aufbau einer mobilen Wasserstoff-Tankstelle, die den benötigten Wasserstoff mit Strom aus einer hochschuleigenen Photovoltaikanlage erzeugen soll. Die THWS verfügt am Standort Schweinfurt zudem seit Mai 2026 über ein Wasserstoff-Technikum, das der Fakultät Maschinenbau für Forschung und Lehre im Bereich Wasserstoff zur Verfügung steht.
© IWR, 2026
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