Digitalisierung: Verband fordert kundenfreundliches E-Laden
Berlin - Neben einem attraktiven Angebot an Elektorautos gehört das kundenfreundliche Laden zu einem zentralen Erfolgsfaktor für die Elektromobilität. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) hat ein Diskussionspapier „Digitalisierung, Normung und Standardisierung in der Elektromobilität“ mit zentralen Handlungsfeldern vorgelegt.
Geht es nach dem BDEW, dann muss sichergestellt werden, dass die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladeinfrastruktur europaweit funktioniert. Hierfür müssten der Normierungsprozess für das Combined Charging System (CCS) weiter vorangetrieben und durch Normen für kabelloses Laden ergänzt werden. Den E-Fahrern muss es möglich sein, europaweit an allen öffentlichen Ladesäulen auch ohne Vertrag ad hoc zu laden. Für die schnelle Auffindbarkeit sollte jedes EU-Land die öffentlichen Ladesäulen in einem zentralen Online-Register abbilden.
Mit wachsender Anzahl an E-Fahrzeugen gewinnt die intelligente Steuerung der Ladevorgänge an Bedeutung: Dafür eignen sich laut BDEW spezielle Stromtarife für Nutzer, die den Zeitpunkt und die Geschwindigkeit des Ladevorgangs danach richten, wie stark das lokale Stromnetz ausgelastet ist. Dazu notwendig sei ein schneller Rollout der intelligenten Messsysteme. Letztendlich soll das Potenzial von E-Fahrzeugen als Zwischenspeicher für regenerativ erzeugten Strom genutzt werden und so einen Beitrag zu Stabilisierung der Netze leisten.
© IWR, 2026
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