Enel investiert 53 Milliarden Euro bis 2028: Italienische Enel steigert Investitionen und setzt auf erneuerbare Energien und Netze - Aktienrückkauf inklusive
Rom (Italien) - Der italienische Energiekonzern Enel S.p.A. plant bis 2028 ein Gesamtpaket von 53 Milliarden Euro, das Investitionen in erneuerbare Energien, Netze und Endkunden sowie die Umsetzung einer neuen Tranche des Aktienrückkaufprogramms über bis zu 1 Milliarde Euro umfasst. Das sind rund 10 Milliarden Euro mehr als im vorherigen Strategieplan.
Grundlage für den erweiterten Investitionsrahmen sind die Erfolge der Jahre 2023-2025: In diesem Zeitraum erreichte die Gruppe ihre Ziele, sicherte Wachstum und Aktionärsrenditen und schüttete rund 15 Milliarden Euro in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen aus. Die erreichte finanzielle Solidität verschafft Enel zusätzlichen Spielraum, um in Märkten mit dem höchsten Wachstumspotenzial zu investieren und zugleich die Aktionärsvergütung zu steigern.
Im Strategieplan 2026-2028 stehen drei Prioritäten im Fokus: beschleunigtes Wachstum in stabilen Märkten mit Schwerpunkt auf Netze, erneuerbare Energien und Endkunden, eine höhere Kapitalproduktivität sowie ein ausgewogenes Risiko-Rendite-Profil bei strikter Finanzdisziplin.
Für das integrierte Geschäft sind rund 26 Milliarden Euro vorgesehen, davon etwa 20 Milliarden Euro für erneuerbare Energien. Die installierte Kapazität soll um rund 15 GW wachsen, sowohl durch Greenfield- als auch Brownfield-Projekte. Weitere rund 26 Milliarden Euro fließen in den Netzausbau, davon 55 Prozent in Italien, der Rest in Iberien und Lateinamerika.
CEO Flavio Cattaneo bezeichnete den Plan als „ambitioniert und glaubwürdig“ und hob hervor, dass die bisherigen Maßnahmen dem Konzern „die finanzielle Flexibilität verschafft haben, in den dynamischsten Märkten in Bezug auf die Stromnachfrage zu investieren“.
Finanziell peilt Enel einen Anstieg des EPS (Ergebnis je Aktie) von rund 0,69 Euro im Jahr 2025 auf 0,80 bis 0,82 Euro 2028 an. Für 2025 soll eine Dividende von 0,49 Euro je Aktie vorgeschlagen werden, die zwischen 2025 und 2028 im Einklang mit dem erwarteten EPS-Wachstum jährlich um rund 6 Prozent steigen soll, während das Aktienrückkaufprogramm als Teil der 53-Milliarden-Euro-Maßnahmen fortgesetzt wird.
Analysten reagierten positiv auf den Strategieplan. Barclays erhöhte das Kursziel für die Enel-Aktie von 10 auf 11?Euro und bestätigte die Empfehlung „Overweight“. Mediobanca setzte das Ziel auf 10,40?Euro und bewertete die Aktie weiterhin mit „Outperform“. Analysten loben vor allem die höhere Investitionssumme, den klaren Ausbau erneuerbarer Kapazitäten und das fortgesetzte Aktienrückkaufprogramm als Zeichen starker Aktionärsorientierung. Die Enel-Aktie notiert derzeit bei einem Kurs von 10,06 Euro (Börse Stuttgart, 09:09 Uhr).
© IWR, 2026
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