Forschungsprojekt: Fraunhofer ISE integriert Solarzellen in Motorhauben von PKW
Freiburg – Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (Fraunhofer ISE) haben im Rahmen von zwei Forschungsprojekten Solarzellen in die Standard-Blechmotorhaube eines PKWs integriert.
Neben der gebogenen Form ist auch der Untergrund aus Metall - in diesem Fall Blech - anstelle einer klassischen Rückseite aus Folie oder Glas für das Motorhauben-PV-Modul besonders. Die Wissenschaftler untersuchten deshalb die Haftungseigenschaften verschiedener Materialkombinationen.
Nach der Identifizierung geeigneter Materialien baute das Forschungsteam Prototypen mit verschiedenen Stückzahlen an Solarzellen sowie unterschiedlicher Zell- und Verschaltungstechnologien. Alle Prototypen testete das Team intensiv im Labor, um die elektrische Leistung, die Zuverlässigkeit und Haltbarkeit der PV-Motorhauben-Demonstratoren sicherzustellen.
Die Laminierung der Oberfläche mit Folie führt zu einer texturierten Oberflächenstruktur, die farblich durch MorphoColor® Technologie an die Fahrzeugfarbe angepasst werden kann. „Das sieht schon jetzt sehr gut aus, aktuell arbeiten wir daran, die Oberflächenerscheinung noch weiter zu verbessern. Dafür suchen wir Projektpartner, die an einer gemeinsamen Entwicklung Interesse haben“, so Dr. Martin Heinrich, Koordinator für PV-Mobilität am Fraunhofer ISE.
Besucherinnen und Besucher der IAA MOBILITY können die Photovoltaik-Motorhaube mit einer Nennleistung von 115 Watt vom 5.-11. September 2023 auf dem Fraunhofer Messestand (Halle B1.D11) in München besichtigen.
Entwickelt wurde die PV-Motorhaube im Forschungsprojekt „HighLite“, unterstützt durch das Horizon 2020 Programm der Europäischen Union, sowie im Forschungsprojekt „3D - PV-Module mit Kontur für die integrierte Photovoltaik“, unterstützt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
© IWR, 2026
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