Fukushima-Atomkatastrophe: Frühere Tepco-Chefs sollen 94 Milliarden Euro Schadenersatz zahlen
Tokio - Im Jahr 2011 kam es in Japan zur folgenschweren Atomkatastrophe im Atomkraftwerk Fukushima. Ausgelöst durch ein Seebeben und einen Tsunami lösten verschiedene technische Probleme und Einflussfaktoren im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi Kernschmelzen in drei Reaktorblöcken aus.
Jetzt hat zum ersten Mal das Bezirksgericht Tokio ein Urteil gefällt, in dem die ehemaligen Führungskräfte des Fukushima-Betreiberunternehmens Tepco (Tokyo Electric Power Company Holdings Inc.) für die Atomkatastrophe im AKW Fukushima, Block 1, persönlich finanziell haftbar gemacht worden sind. Das berichtet die Japan Times.
Danach hat das japanische Bezirksgericht vier ehemalige Tepco-Führungskräfte zur Zahlung von insgesamt 13 Billionen Yen (94 Mrd. Euro) Schadensersatz an das Unternehmen verurteilt, weil sie die Krise im Kernkraftwerk nicht verhindert hatten.
Wie die Japan Times weiter berichtet, waren Tepco-Führungskräfte im September 2019 vom Bezirksgericht Tokio nur von der strafrechtlichen Verantwortlichkeit freigesprochen. Eine Entscheidung über die Beschwerde wird im Januar 2023 erwartet.
Die Kosten der Atomkatastrophe in Fukushima werden je nach Quelle auf ca. 200 Milliarden Euro geschätzt, die Aufräumarbeiten werden sich über Jahrzehnte hinziehen.
© IWR, 2026
EJ: BSD Bildungs- und Servicezentrum GmbH sucht Vom Monteur zum Ausbilder (m/w/d) Qualitas Energy trennt Bestands- und Neugeschäft: Qualitas Energy richtet sich strategisch neu aus - Navaris wird neue Marke für das Bestandsgeschäft
Trend zu höheren Batterie-Entladezeiten: NGEN nimmt 170-MWh-Batteriespeicher in Österreich in Betrieb - Zwei-Stunden-Speichersystem
Dänisches Windenergie-Pilotprojekt zur Nachtkennzeichnung : Light:Guard simuliert und testet BNK-System erfolgreich in Dänemark
Weitere Sabotage am Stromsystem? Erneuter Vorfall an Strominfrastruktur: RWE-Braunkohlekraftwerke mit 4.200 MW Kapazität vom Netz
Enpal und Bosch stärken vernetztes Energiemanagement: Enpal erweitert Wärmepumpen-Angebot um smarte Heizungssteuerung von Bosch
Das könnte Sie auch noch interessieren
Stromstatisik- Erzeugung, Import, Export Deutschland
Solarenergie in Deutschland
Jobticker - Neuzugänge Energiejobs
13.07.2022



