Geschäftsjahr 2021: Corona und Chipmangel bremsen SMA Solar aus
Niestetal – Die SMA Solar Technology AG hat im Jahr 2021 einen kräftigen Ergebniseinbruch hinnehmen müssen. Der Umsatz ist 2021 leicht um vier Prozent auf 983,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1.026,6 Mio. Euro) zurückgegangen. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) brach auf 8,7 Mio. Euro (EBITDA-Marge: 0,9 Prozent; 2020: 71,5 Mio. Euro, 7,0 Prozent) ein. Das Ergebnis ist durch einen Einmaleffekt im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich belastet. Dieser resultiert aus der Abwicklung eines langfristigen Vertrags über Betriebsführungs- und Wartungsdienstleistungen für PV-Kraftwerke (O&M), teilte SMA Solar mit.
Beim Konzernergebnis 2021 rutscht SMA Solar mit –23,0 Mio. Euro (2020: 28,1 Mio. Euro) in die roten Zahlen. Das Ergebnis je Aktie ging somit auf –0,66 Euro (2020: 0,81 Euro) zurück. Die Nettoliquidität bewegte sich mit 221,7 Mio. Euro nahezu auf dem Niveau zum Vorjahresende (31.12.2020: 226,0 Mio. Euro), während die Eigenkapitalquote zum Ende des Berichtsjahrs auf 39,0 Prozent (31.12.2021: 41,8 Prozent) zurückfiel.
„Der insbesondere im zweiten Halbjahr noch einmal deutlich verschärfte Chipmangel hat die Geschäftsentwicklung der SMA 2021 erheblich beeinträchtigt. Als europäischer Hersteller waren wir hier besonders betroffen, da die Zulieferer der elektronischen Bauteile größtenteils in den USA sitzen und in China fertigen lassen. Dementsprechend werden die Kunden in diesen Regionen bevorzugt beliefert“, erklärt SMA Vorstandssprecher Jürgen Reinert.
Auch für das erste Quartal 2022 erwartet der Vorstand noch keine Trendwende. Der SMA-Vorstand geht in den ersten drei Monaten 2022 von einem Umsatz in Höhe von 210 Mio. Euro bis 220 Mio. Euro (Q1 2021: 240,4 Mio. Euro) und einem operativen Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) von 12 Mio. Euro bis 16 Mio. Euro (Q1 2021: 20,1 Mio. Euro) aus.
Der SMA Vorstand bestätigt ferner die am 1. März 2022 veröffentlichte Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2022. Diese sieht ein Umsatzwachstum auf 900 Mio. Euro bis 1.050 Mio. Euro und ein operatives Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) in einer Bandbreite von 10 Mio. Euro bis 60 Mio. Euro vor. Aktuell sieht der Vorstand keine Gefährdung der Prognose durch den Krieg in der Ukraine.
© IWR, 2026
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