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Induktives Laden: Forschende testen kabelloses Stromtanken für E-Taxis

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Duisburg - Kabelgebundene Ladesäulen sind für Taxifahrer an Taxiständen ziemlich unpraktisch. Der Lehrstuhl für Internationales Automobilmanagement der Universität Duisburg-Essen (UDE) will das durch induktives Laden ändern.

Seit kurzem ist das erste barrierefreie Taxi mit induktiver Ladetechnik auf den Straßen Mühlheims unterwegs, ein Taxiunternehmen hat eine Pilotanlage in Betrieb genommen, teilte die UDE mit. Technisch wird in eine Taxi-Warteschlange ein induktiver Ladestreifen unterirdisch integriert. Das Gegenstück wird in den Unterboden des E-Fahrzeuges befestigt. Wenn die beiden Systeme sich erkennen, kann das Laden beginnen.

Die Ladeleistung beträgt 20 Kilowatt – das ist etwa genau so viel, wie das E-Auto auch bei einer herkömmlichen Kabelladung erhält. Pro Minute werde genug Strom für etwa einen Kilometer „getankt“, erklärt Daniel Jaspers vom Forschungsteam. Die Wartezeit von Taxen am Bahnhof liegt laut dem Forschungsteam im Mittel bei etwa 45 Minuten, daraus ergibt sich eine zusätzlich Reichweite von etwa 45 km. Das eingesetzte E-Taxi des britischen Fahrzeugherstellers LEVC kann vollgeladen 120 - 150 km weit fahren. Sollte es dennoch nicht reichen, dann wird für Notfälle der Range-Extender eingesetzt, das ist ein Kraftstoff-betriebener Generator, der bei Bedarf die Reichweite um weitere 500 Kilometer verlängert.

Das Projektkonsortium umfasst neben der UDE und LEVC, die Universität Wuppertal, die Stadt Köln, INTIS GmbH, RheinEnergie AG, und TaxiRuf (Köln).

© IWR, 2021

14.06.2021