Portfolio-Optimierung: Scatec setzt auf eigenfinanziertes Wachstum - Verluste im ersten Halbjahr 2024
Oslo - Der regenerative Stromerzeuger Scatec aus Norwegen setzt seine neue Strategie mit Blick auf den eingeschlagenen, eigenfinanzierten Wachstumskurs konsequent fort. In diesem Zuge hat Scatec mit dem Verkauf von Beteiligungen und Projekten die Optimierung des Portfolios fortgesetzt.
Die frei werdenden Finanzmittel sollen in neue, attraktive Projekte im Bereich erneuerbare Energien reinvestiert werden. Scatec plant in Zukunft, jährlich zwischen 500 und 750 Mio. NOK Eigenkapital zu investieren. Das schlägt sich bisher allerdings im laufenden Jahr noch nicht in den Quartalszahlen nieder.
Im zweiten Quartal 2024 beliefen sich die konsolidierten Einnahmen und sonstigen Erträge auf 1,17 Mrd. NOK (Q2 2023: 1,23 Mrd. NOK), das Ergebnis auf Basis EBITDA auf 930 Mio. NOK Q2 22023: 904 Mio. NOK) und der Nettoverlust auf 33 Mio. NOK (Q2 2023: 402 Mio. NOK Nettogewinn), teilte Scatec mit.
Im ersten Halbjahr 2024 erreichten die konsolidierten Einnahmen und sonstigen Erträge 2,45 Mrd. NOK (1. HJ 2023: 2,15 Mrd. NOK), das Ergebnis auf Basis EBITDA 1,95 Mrd. NOK (1. HJ 2024: 1,53 Mrd. NOK) und der Nettoverlust 55 Mio. NOK (1.HJ 2023: 304 Mio. NOK Gewinn). Die Scatec-Aktie notiert aktuell bei 7,20 Euro.
Beim Ausblick für 2024 erwartet Scatec eine anteilige Stromproduktion für das Gesamtjahr 2024 von 4,1 - 4,5 Mrd. kWh, ein Rückgang um 100 Mio. kWh aufgrund der Leistung im zweiten Quartal 2024. Die anteilige EBITDA-Schätzung von 3,75 - 4,05 Mrd. NOK bleibt nach dem zweiten Quartal unverändert, so Scatec.
Neben der Inbetriebnahme neuer Anlagen schreiten die im Bau befindlichen Projekte in Südafrika und Botswana planmäßig voran. Im August 2024 haben Scatec und Aeolus SAS, Teil des japanischen Mischkonzerns Toyota Tsusho Gruppe, zudem beispielsweise eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam Projekte für erneuerbare Energien in Tunesien zu entwickeln und im Eigenbetrieb zu halten. Der Baustart für die 120 MW-Solarprojekte Sidi Bouzid und Tozeur Solar erfolgt nun.
Des Weiteren hat Scatec einen 10-jährigen Stromabnahmevertrag mit Statkraft in Brasilien für ein 142-MW-Solarkraftwerk abgeschlossen.
Fortschritte wurden auch bei den Initiativen für grünen Wasserstoff in Ägypten erzielt. Scatec's Egypt Green Hydrogen Projekt hat in Partnerschaft mit Fertiglobe, Orascom Construction, The Sovereign Fund of Egypt und der Egyptian Electricity Transmission Company einen wichtigen Meilenstein erreicht, nachdem Fertiglobe einen Vertrag über die Abnahme von grünem Ammoniak mit Hintco in Deutschland im Rahmen der ersten H2Global-Auktion abschließen konnte.
© IWR, 2026
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