Schwache Quartalszahlen: Nel ASA mit Umsatzrückgang und höherem Verlust in Q2 2025 – Auftragseingang bricht ein
Oslo, Norwegen – Der norwegische Elektrolyseurspezialist Nel ASA hat im zweiten Quartal 2025 einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Die Erlöse aus Kundenverträgen sanken auf 174 Mio. NOK (ca. 14,6 Mio. EUR), ein Rückgang von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (Q2 2024: 332 Mio. NOK / ca. 27,8 Mio. EUR).
Der Gesamtumsatz inklusive sonstiger Einnahmen lag bei 215 Mio. NOK (ca. 18 Mio. EUR), was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem Minus von 40 Prozent entspricht (Q2 2024: 356 Mio. NOK / ca. 29,8 Mio. EUR).
Das EBITDA belief sich im Berichtszeitraum auf -86 Mio. NOK (ca. -7,2 Mio. EUR), nach -79 Mio. NOK (ca. -6,6 Mio. EUR) im zweiten Quartal 2024. Der Nettoverlust stieg auf -131 Mio. NOK (ca. -11,0 Mio. EUR) (Q2 2024: -118 Mio. NOK / ca. -9,9 Mio. EUR).
Der Auftragseingang lag im Quartal bei 71 Mio. NOK (ca. 6 Mio. EUR), was gegenüber dem Vorjahresquartal einem Rückgang um satte 74 Prozent entspricht. Der Auftragsbestand beträgt 1.249 Mio. NOK (ca. 104,7 Mio. EUR), die verfügbare Liquidität 2.071 Mio. NOK (ca. 173,6 Mio. EUR).
Trotz des schwierigen Marktumfelds betont CEO Håkon Volldal die strategische Ausrichtung des Unternehmens: „Ich bin zufrieden damit, wie das Unternehmen auf ein weiterhin herausforderndes Marktumfeld reagiert hat. Wir halten an Disziplin beim Cash-Management fest, treiben unsere Technologie weiter voran und bleiben fokussiert auf unsere strategischen Prioritäten.“
„Auch wenn das Quartal ruhig gewirkt haben mag, war das Aktivitätsniveau hoch. Wir sehen zunehmend positive Signale. Die wachsende Zahl von FEED-Studien mit starken Industriepartnern sowie eine günstigere politische Entwicklung in der EU und den USA deuten darauf hin, dass das Schlimmste hinter uns liegt – auch wenn der genaue Zeitpunkt einer Markterholung schwer vorherzusagen ist“, so Volldal weiter.
Nel ASA sieht sich trotz des schwachen Quartals gut positioniert, eine führende Rolle im Markt für Elektrolyseur-Hersteller zu behalten.
© IWR, 2026
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