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Vorwurf: Chinesen haben Solarworld-Rechner "gehackt"

Washington D.C. – Das US-Justizministerium beschuldigt chinesische Armee-Angehörige, sechs amerikanische Organisationen mittels Cyberhacking ausspioniert zu haben. Auch der US-Ableger des deutschen Solarkonzerns Solarworld soll demnach Opfer der Spionage geworden sein.

Solarworld-Chef Frank Asbeck nimmt das Vorgehen der Chinesen trotz aller Entrüstung über die unfairen Mittel auch ein wenig als Kompliment: „Offensichtlich sind wir im Bereich Solartechnologie so weit vorne, dass man uns nur mit Diebstahl und nicht mehr durch Forschung und Entwicklung folgen kann.“ Die Chinesen weisen die Vorwürfe der Amerikaner allerdings entschieden zurück.

Vorteile durch gestohlene Informationen

Die Anklage wirft den insgesamt fünf beschuldigten Angehörigen der chinesischen Armee vor, sich in die Computer der amerikanischen Unternehmen gehackt zu haben, um Informationen, die nützlich für den Wettbewerb seien, zu stehlen. Unter anderem auch für staatliche chinesische Unternehmen. Weiter heißt es in der Pressemitteilung des Justizministeriums, dass die Hacker Betriebsgeheimnisse gestohlen haben sollen, die zu dem Zeitpunkt des Diebstahls für chinesische Unternehmen sehr nützlich waren. Außerdem sollen sich die Hacker Einblick in die Strategien und Schwachstellen der US-Unternehmen verschafft haben. Bei der Anklage handelt es sich um die allererste gegen Cyberspionage.

Solarworld will Ermittlungen der US-Behörde unterstützen
Asbeck scheint die Hackangriffe als Kompliment anzusehen, Solarworld sei laut Asbeck offensichtlich so weit vorne im Bereich Solartechnologie, dass man nur noch mit Diebstahl und nicht mehr durch Forschung und Entwicklung Folgen könne. Zudem überrasche die Industriespionage Asbeck nicht, da Solarworld zuvor dem chinesischem Dumping die Stirn geboten habe. „Faire Mittel werden von China mit unfairen Mitteln vergolten.“, so Asbeck. „Die Volksrepublik plant die komplette Übernahme der internationalen Solarindustrie mit Mitteln des Dumpings und der Spionage, auf 80 Prozent des Marktes sind sie schon gekommen. Dem muss man sich entgegensetzen. Solarworld wird dies weiterhin durch die Ausschöpfung aller Mittel des Handelsrechtes tun. Im Fall der chinesischen Industriespionage sind wir froh, dass die amerikanische Regierung jetzt initiativ wird, und unterstützen die Ermittlungen der US-Behörden, dies strafrechtlich zu verfolgen.“


Übereinstimmenden Medienberichten zufolge weist China die Vorwürfe scharf zurück. Als „erfunden“ und „absurd“ bezeichne die chinesische Regierung die Vorwürfe. China verlange die Widerrufung der Anklage. In einer Erklärung am Dienstag beschuldigte das Verteidigungsministerium die USA der „Heuchelei“ und „Doppelmoral“ China sei ein Beschützer der Internetsicherheit und sei selbst Opfer von Cyberdiebstahl seitens der USA geworden, heiße es in der Erklärung weiter.

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21.05.2014

 



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