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Energieagentur sieht erneuerbare Energien als klare Gewinner

Paris - Die Internationale Energieagentur IEA zeichnet für die nächsten Jahrzehnte eine deutliche Veränderung auf dem Energiesektor. Die großen Gewinner sind Gas und erneuerbare Energien. Es gibt aber auch Verlierer.

Eine detaillierte Analyse der Zusagen für das Pariser Abkommen über den Klimawandel zeigt, dass die Ära der fossilen Brennstoffe laut IEA noch nicht vorüber ist. Es wird aber Verschiebungen zugunsten der erneuerbaren Energien geben. Verlierer sind die Energieträger Kohle und Öl.

Verdopplung der erneuerbaren Energien

Um die anspruchsvollen Klimaziele zu erreichen, sind weitreichende Anstrengungen erforderlich. Dennoch erlauben staatliche Maßnahmen sowie Kostensenkungen im Energiesektor eine Verdoppelung der erneuerbaren Energieträger - unter besonderer Berücksichtigung des diesjährigen Ausblicks - und der Verbesserung der Energieeffizienz in den nächsten 25 Jahren, so die IEA. Erdgas baut seine Rolle weiter aus, während die Anteile an Kohle und Öl zurückgehen. "Wir sehen als klare Gewinner in den nächsten Jahren den Energieträger Gas sowie die Wind- und Solarenergie, die die Kohle als Champion der letzten 25 Jahre ersetzen wird", so Dr. Fatih Birol, Executiv Direktor der IEA.

Höhere Volatilität beim Ölpreis
Mit der Umwandlung des globalen Energiemixes gehen laut IEA auch Risiken einher, insbesondere durch geringer Investitionen in den Bereichen Öl und Gas. Ein weiteres Jahr sehr niedriger vorgelagerter Ölinvestitionen im Jahr 2017 führt laut IEA zu einem signifikanten Versorgungsrisiko bei der konventionellen Versorgung innerhalb weniger Jahre. Langfristig sind solche Investitionen noch wichtig, obwohl der Ausbau der erneuerbaren Energien die Nachfrage nach konventionellen Energien sukzessive verringert. Bis zum Jahr 2040 geht die IEA von einer wachsenden weltweiten Ölnachfrage aus.

Kohleverbrauch nimmt kaum noch zu
Der Kohleverbrauch nimmt in den nächsten 25 Jahren kaum zu. Vor allem die Nachfrage in China wird wegen der Bemühungen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung zurückgehen. Der Gasmarkt ändert sich dank des vermehrten Einsatzes von Flüssigerdgas (LNG). Die IEA geht davon aus, dass LNG aus Australien, den USA oder anderen Ländern andere Energieträger verdrängen werden.

Klimaschutzmaßnahmen reichen nicht aus - Anstieg nur gebremst
Das internationale Klimaabkommen von Paris, das am 4. November 2016 in Kraft getreten ist, ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die globale Erwärmung. Allerdings wird die Umsetzung aktueller internationaler Verpflichtungen den geplanten Anstieg der energetischen CO2-Emissionen laut IEA von durchschnittlich 650 Millionen Tonnen pro Jahr seit 2000 auf rund 150 Millionen Tonnen pro Jahr im Jahr 2040 nur verzögern.

© IWR, 2016

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