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F&S Solar baut am größten Solarkraftwerk in der Karibik

© Fotolia© FotoliaEuskirchen - In der Dominikanischen Republik entsteht aktuell der größte Solarpark in der Karibik. Der erste Abschnitt mit einer Solarleistung von 58 Megawatt (MW) wird gerade gebaut, die Fertigstellung ist für Juni 2018 geplant.

Das Solarkraftwerk Montecristi wird einmal eine installierte Solarleistung von 116 MW erreichen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Stromerzeugung in der Dominikanischen Republik leisten. Der Solarstrom wird direkt in die Hochspannungsebene eingespeist.

Erster Abschnitt des Solarparks Montecristi bis Juni 2018 fertig
Der Solarpark-Projektierer F&S Solar hat sich im März 2018 während eines Besuchs in der Dominikanischen Republik mit Investoren und Banken ein Bild vom aktuellen Baufortschritt des ersten 58-MW-Abschnitts des Solarparks Montecristi gemacht. Die Fertigstellung inklusive Netzanschluss erfolgt im Juni 2018. Bis zum Sommer 2019 rechnen die Projektpartner mit der Fertigstellung des gesamten 116-MW-Solarparks. Für die ersten 58 MW wurden bereits 2017 alle Verträge unterzeichnet: Für die Vermarktung des Solarstroms konnte F&S solar ein Power Purchase Agreement (PPA) mit einem staatlichen Energieversorger für eine Dauer von 20 Jahren vereinbaren, zudem einen Vertrag über Betrieb und Wartung.

Solarmodule vom Hersteller Astronergy - Einspeisung ins Hochspannungsnetz
Für den ersten Bauabschnitt werden rund 215.000 Module des Herstellers Astronergy geliefert, der unter anderem auch in Frankfurt (Oder) produziert. Wie die SMA-Wechselrichter kommt auch die Unterkonstruktion aus Deutschland. Für die Verkabelungsarbeiten hat F&S Solar mit der Oliver Oepen GmbH ebenfalls einen deutschen Partner ausgewählt. Geschäftsführer Georg Schmiedel: „Es ist uns ganz wichtig, dass wir deutsche Partner mit ins Boot holen, mit denen wir eine lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit pflegen.“ So sei in der Dominikanischen Republik ein besonderes Projekt mit Entwicklungskompetenz, hochwertigen Komponenten und Finanzierung aus Deutschland entstanden.

Der Park wird entsprechend der Eingangsleistung der SMA-Wechselrichterstationen schrittweise in Blöcken von 2,5 MW aufgebaut. Das Umspannwerk errichtet ABB, die Einspeisung wird direkt auf dem Gelände des Solarparks in die Hochspannungsebene erfolgen.

Karibik ist ideal für erneuerbare Energien
Die Dominikanische Republik ist nach Ansicht von F&S Solar in verschiedener Hinsicht ein besonders attraktiver Markt für Solarprojekte: „Es gibt dort nicht nur eine konstant hohe Solarstrahlung, sondern auch riesige Areale, die bisher praktisch nicht genutzt wurden, auch nicht durch die Landwirtschaft“, so Schmiedel. Zugleich seien die beteiligten Institutionen auf das Thema Erneuerbare sehr gut vorbereitet und präferierten Solarenergie beim Um- und Ausbau des Energieversorgungssystems: „Versorger und Netzbetreiber erkennen die großen Vorteile der dezentral im Land verteilten Solarparks für die Versorgungssicherheit und die Stabilität des Netzes“, betont Schmiedel: „Da ist die Sicht auf Solarstrom eine deutlich andere als in Mitteleuropa.“

© IWR, 2018


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29.03.2018