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IWR: Trend zur Elektromobilität ist unumkehrbar

© Fotolia© FotoliaMünster – Viele Jahrzehnte stand in der Automobilindustrie der fossile Verbrenner im Mittelpunkt, scheinbar unangefochten. Doch mittlerweile wird weltweit massiv in die Elektromobilität investiert. Der rasante Sinneswandel kommt aber nicht von ungefähr.

Die Vorbehalte gegen Elektroautos sind allzeit bekannt: hohe Kosten, geringe Reichweite und wenige Ladestationen. Eigentlich wenig Grund, in die Elektromobilität zu investieren. Dennoch hat mittlerweile ein Umdenkprozess in der internationalen Autoindustrie eingesetzt, der noch vor wenigen Jahren kaum denkbar gewesen wäre.

China, Tesla und der Dieselskandal treiben die traditionelle Automobilindustrie
Die aktuelle Entwicklung in der Automobilbranche basiert nach Einschätzung des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) hauptsächlich auf drei Faktoren: 1. China: die Elektromobilitäts-Politik in Verbindung mit dem hohen chinesischen Marktvolumen, 2. Tesla: der so nicht erwartete Markterfolg sowie 3. der Dieselskandal. „Jeder einzelne dieser drei Faktoren für sich betrachtet hätte kaum ausgereicht, den Transformationsprozess hin zur Elektromobilität so schnell einzuleiten, die kumulative Wirkung schon“, so IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch in Münster.

Fossile Motorentechnik: Vertrauensbasis durch Dieselskandal weggebrochen
Seit dem Diesel- bzw. Abgasskandal 2015 ist offenbar das Vertrauen in die Automobilindustrie tiefgreifend erschüttert, sie habe durch ausgefeilte technische Maßnahmen das Luft- und Schadstoffproblem der Verbrenner im Griff. Allnoch: „Der Abgasskandal in der Automobilbranche hat in der Folge nur die Fassade eingerissen, hinter der sich die Branche wie in einer selbstgebauten Blase eingerichtet hatte.“ Die massiven Milliarden-Investitionen in die Elektromobilität dienen jetzt auch dazu, die eigene technische Stärke auf einem neuen Feld zu demonstrieren, so die vorherrschende Orientierungslosigkeit zu überwinden und letztendlich die Gestaltungsmacht zurückzugewinnen, so Allnoch. Flankiert wird diese Entwicklung durch die drohenden milliardenschweren Strafen der EU, wenn die Automobilindustrie ihre Reduktionsziele nicht erreicht. Aber auch der stetig wachsende Anteil von Ökostrom und die Verfügbarkeit neuer, kostengünstiger Speicherlösungen tragen dazu bei, dass sich die Rahmenbedingungen im Verkehrssektor grundlegend ändern.

Zukunft der Automobilindustrie: Sorge vor Verpassen des Kipppunktes
Ein weiterer aktiver Bewegungstreiber ist die Sorge der internationalen Automobilindustrie, den Kipppunkt (tipping-point) hin zur Elektromobilität zu verschlafen. Die geplante Fusion zwischen dem italienisch-amerikanischen Fiat Chrysler Konzern und dem französischen PSA Konzern dürfte auch deshalb auf der Agenda stehen, weil nur der PSA Konzern über eine potente Elektro-Antriebsplattform verfügt. „Elektromobilität und Ökostrom gehören die Zukunft im Verkehrssektor, dieser Trend ist letztendlich unumkehrbar“, so Allnoch.

© IWR, 2020


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