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E.Battery Systems entwickelt Second-Life-Energiespeicher aus Autobatterien

© E.Battery Systems© E.Battery SystemsWolfurt - Recycling und optimierte Rohstoffkreisläufe, Zweitnutzung und ein wissensbasiertes Zelldesign können Lithium-Ionen-Batterien zukünftig nachhaltiger und sicherer machen. Das Vorarlberger Unternehmen E.Battery Systems setzt auf gebrauchte Autobatterien und verlängert die Nutzungsdauer dadurch um bis zu zehn Jahre.

Das österreichische Unternehmen E.Battery Systems entwickelt und produziert ab sofort große Energiespeichersysteme für Industrie und Gewerbe. Das Unternehmen hat dazu langfristige Verträge mit internationalen Automobilherstellern über die Lieferung von Lithium-Batterien abgeschlossen. Die Produktion soll von einigen Dutzend Systemen im ersten Jahr rasch auf einige tausend Speicher mit mehreren Gigawattstunden Gesamtkapazität steigen.

Produktion von großen Energiespeichersystemen gestartet -
Die E.Battery Systems GmbH entwickelt und fertigt innovative Energiespeicher-Lösungen für Industrie und Gewerbe sowie kundenspezifische Batterien für Elektrofahrzeuge, Baumaschinen und Industrieanlagen. Anfang 2022 hat das Unternehmen in Wolfurt in Vorarlberg in Österreich einen neuen Produktionsstandort mit rund 3.000 Quadratmeter Fläche bezogen.

Nun startet das Unternehmen mit der Produktion von großen stationären Energiespeichersystemen auf Basis gebrauchter Fahrzeugbatterien. Mehrere internationale Automobilhersteller liefern dafür im Rahmen langfristiger Verträge die benötigten Batterien. Die Second-Life-Energiespeicher kommen vor allem in Industrie und Gewerbe zum Einsatz, etwa um den Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage zu speichern, um Lastspitzen abzufangen oder Stromausfälle zu überbrücken. Ihre Kapazitäten reichen von 100 Kilowattstunden bis zu mehreren Megawattstunden.

Second-Life Batterien mit bis zu 10 Jahren zusätzlicher Nutzung - Schnelles Upscaling auf der Agenda
Durch die Wiederverwertung gebrauchter Lithium-Ionen-Batterien kann deren Lebensdauer um bis zu zehn Jahre verlängert werden. “Wertvolle Ressourcen bleiben so länger im Zyklus und die sehr gute Ökobilanz von E-Fahrzeugen wird nochmals verbessert“, so E.Battery Systems CEO Christopher Schöpf.

Bei den Energiespeichern kommen erstmals Niedervoltbatterien zum Einsatz. Das System garantiert 100-prozentige Ausfallsicherheit und reduziert den Materialverbrauch um 70 Prozent. „Die softwarebasierte Umrichtertechnologie ermöglicht eine Art ‚Plug & Play’-System für Großspeicher mit Niedervoltspannung. So können in einem Energiespeicher verschiedene Bordnetzbatterien einfach kombiniert werden“, betont Schöpf.

Mit mehr als 30 Prozent Preisersparnis gegenüber Neusystemen sieht er ein enormes Marktpotenzial für die Lösung. Die universal einsetzbaren Energiespeicher können einfach in bestehende Installationen integriert werden. Die Produktion soll schon im kommenden Jahr Batteriesysteme mit einer Kapazität von bis zu 30 Megawattstunden erreichen.

Die Nachfrage ist hoch, wie Schöpf erklärt: „Wir haben bereits Anfragen aus der ganzen Welt, etwa aus Deutschland, Kasachstan, Senegal oder von den Philippinen.“

Über E.Battery Systems
E.Battery Systems ist ein Spin-off der Akku Mäser GmbH mit Sitz in Wolfurt. Ziel des 2019 von Christopher Schöpf gegründeten Unternehmens ist es, sich als Technologieführer im Bereich Lithium-Ionen-Technik zu positionieren. Durch Eigenentwicklungen verfügt E.Battery Systems nach eigenen Angaben über einen technologischen Vorsprung in den Bereichen Fertigungstechnologie, Batteriekühlung und Batteriemanagementsysteme. Die Produkte kommen unter anderem in Elektrofahrzeugen, Baumaschinen oder Industrieanlagen zum Einsatz. E.Battery Systems verfolgt seit der Gründung eine konsequente Wachstumsstrategie. Im Vorjahr wurde die Belegschaft von 20 auf 45 Mitarbeitende mehr als verdoppelt.


© IWR, 2022


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20.05.2022

 



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