Wasserstoffnetz mit 9.241 Kilometern geplant – Bundesnetzagentur startet Konsultation zum Netzentwicklungsplan
© BNetzABonn – Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Konsultation zum zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff 2025–2037/2045 eröffnet. Der von Fernleitungsnetzbetreibern und Wasserstofftransportnetzbetreibern vorgelegte Ausbaupfad sieht bis 2037 ein Wasserstofftransportnetz mit rund 9.241 Kilometern Länge und Investitionen von etwa 24,3 Milliarden Euro vor.
Der Plan definiert den schrittweisen Umbau der deutschen Gasinfrastruktur. Während der Erdgastransport perspektivisch an Bedeutung verliert, wird parallel der Aufbau eines Wasserstofftransportnetzes vorangetrieben. Bestehende Leitungsabschnitte sollen dabei sukzessive umgestellt und in das künftige Wasserstoffsystem integriert werden.
Infrastrukturaufbau zwischen Systemumbau und Versorgungsanforderungen
Der Netzentwicklungsplan spiegelt die doppelte Transformationslogik der Gasinfrastruktur wider: Rückbau- und Umstellungsprozesse im Erdgasnetz stehen dem parallelen Hochlauf eines Wasserstoffnetzes gegenüber. Damit werden Versorgungssicherheit und Dekarbonisierung über ein gemeinsames Infrastruktursystem miteinander verknüpft.
„Der verzögerte Markthochlauf von Wasserstoff ist eine Herausforderung. Dennoch ist der Ausbau eines Wasserstofftransportnetzes unverzichtbar für ein klimaneutrales Energiesystem“, sagte Klaus Müller.
Netzplanung mit Milliardenvolumen und Konsultationsphase
Die geplanten Wasserstoffnetzmaßnahmen sind mit rund 24,3 Milliarden Euro veranschlagt und liegen damit in einer vergleichbaren Größenordnung wie der bestätigte Kernnetzrahmen. Für den ergänzenden Erdgasnetzausbau sind Investitionen von rund 2,9 Milliarden Euro vorgesehen.
Im weiteren Verfahren prüft die Bundesnetzagentur den Entwurf und berücksichtigt Stellungnahmen aus der bis zum 10. Juli 2026 laufenden Konsultation. Die Ergebnisse fließen in die finale Festlegung des Netzentwicklungsplans ein, der die Grundlage für den langfristigen Infrastrukturrahmen im Gas- und Wasserstoffsystem bildet.
© IWR, 2026
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