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Erneuerbare bauen Vorsprung im deutschen Strommix im ersten Halbjahr 2026 weiter aus

© Adobe Stock© Adobe StockMünster – Der Ausbau von Windkraft und Photovoltaik treibt die deutsche Stromversorgung weiter in Richtung Erneuerbare Energien. Im ersten Halbjahr 2026 legte die Nettostromerzeugung aus Wind, Sonne, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie um rund 7 Prozent zu, wie eine aktuelle IWR-Auswertung von ENTSO-E-Daten zeigt.

Insgesamt wurden in Deutschland von Januar bis Juni 2026 rund 222 Mrd. Kilowattstunden (kWh) Strom netto erzeugt und ins Netz eingespeist – ein Plus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (1. HJ 2025: rund 212 Mrd. kWh). Der Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtnettostromerzeugung steigt damit auf 61 Prozent, nach 60 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Wind und Solar wachsen zweistellig – Braunkohle und Öl rückläufig
Wind- und Solarenergie liefern im ersten Halbjahr 2026 die wichtigsten Wachstumsimpulse unter den Erneuerbaren: Die Windstromerzeugung legt um 11 Prozent auf 67,5 Mrd. kWh zu, die Solarstromerzeugung wächst um 5 Prozent auf 43,3 Mrd. kWh. Biomasse (17,9 Mrd. kWh, −0,6 Prozent), Wasserkraft (rund 6,7 Mrd. kWh, −3 Prozent) und Geothermie (0,1 Mrd. kWh, −9 Prozent) bewegen sich dagegen leicht unter dem Vorjahresniveau. Bei den konventionellen Energieträgern sinkt die Erzeugung aus Braunkohle um 3 Prozent auf 33,2 Mrd. kWh und aus Öl um knapp 11 Prozent auf 1,3 Mrd. kWh. Dem stehen Zuwächse bei Steinkohle (16,4 Mrd. kWh, +5 Prozent) und Gas (32,4 Mrd. kWh, +6 Prozent) gegenüber.

Erneuerbaren-Anteil steigt auf rund 61 Prozent
Durch das stärkere Wachstum der Erneuerbaren gegenüber den konventionellen Energieträgern (+2,1 Prozent auf 86,3 Mrd. kWh) verschiebt sich auch die Anteilsverteilung an der Nettostromerzeugung. Der Anteil von Wind, Solar, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie steigt von rund 60,0 Prozent im 1. Halbjahr 2025 auf rund 61 Prozent im 1. Halbjahr 2026. Der Anteil der konventionellen Erzeugung sinkt entsprechend von rund 40,0 auf rund 39 Prozent. Windenergie bleibt mit einem Anteil von rund 30 Prozent an der gesamten Nettostromerzeugung der mit Abstand bedeutendste Energieträger im deutschen Strommix.

Über die Daten der europäischen Netzbetreiber (ENTSO-E)
Die IWR-Auswertung basiert auf der Analyse aller von den nationalen Netzbetreibern zur Verfügung gestellten EU-Länderdaten. Für Deutschland liefern die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Tennet TSO, 50 Hertz Transmission, Amprion und TransnetBW Daten an den Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E). Die Übertragungsnetzbetreiber messen die Netto-Stromeinspeisung in ihren Stromnetzen. Strommengen, die nicht eingespeist werden und für den Betrieb von Kraftwerken benötigt (Eigenverbrauch) oder selbst genutzt (Eigennutzung) werden, sind in der vorliegenden Statistik nicht abgebildet. Die Daten zur Brutto-Stromerzeugung in der endgültigen Jahresabrechnung und den amtlichen Statistiken in Deutschland (z.B. BMWE) oder in Europa (Eurostat) können daher von den hier vorliegenden zeitnahen Messungen und Hochrechnungen abweichen.

© IWR, 2026


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03.07.2026

 



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