Energieträger der Zukunft: Schleswig-Holstein beschließt Wasserstoffstrategie
Kiel - Die Landesregierung von Schleswig-Holstein hat gestern (20.10.2020) auf Vorschlag von Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht die Wasserstoffstrategie.SH beschlossen.
Damit hat Schleswig-Holstein erstmals einen landesspezifischen Handlungsrahmen für die künftige Erzeugung, den Transport, die Nutzung und die Weiterverwendung von grünem Wasserstoff.
Um grünem Wasserstoff auszubauen und stärker zu nutzen, stellt das Land bis 2023 Mittel in Höhe von 30 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden können Maßnahmen zur Wasserstofferzeugung, zur Entwicklung der Wasserstoffnachfrage, der Forschung und der Infrastrukturentwicklung sowie Konzepte und Machbarkeitsstudien.
Abgewickelt wird das Landesförderprogramm Wasserstoffwirtschaft über die Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH). Dort wird eine Landeskoordinierungsstelle Wasserstoffwirtschaft eingerichtet. Ihre zentrale Aufgabe wird es sein, grüne Wasserstoffprojekte der Wirtschaft in Schleswig-Holstein zu initiieren und zu begleiten. Sie wird Ansiedlungen und Gründungen in diesem Bereich unterstützen, Öffentlichkeitsarbeit betreiben, bei regulatorischen Fragestellungen unterstützen sowie die Akteure der grünen Wasserstoffwirtschaft und Erneuerbaren Energiewirtschaft in enger Kooperation mit den Clusterinitiativen im Lande vernetzen.
"Mit unserer umfassenden Wasserstoffstrategie setzen wir ein klares Signal für mehr Klimaschutz und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung. Bei grünem Wasserstoff finden Ökonomie und Ökologie ganz hervorragend zusammen und bieten gute Perspektiven für Schleswig-Holstein", so Albrecht. "Grüner Wasserstoff braucht grünen Strom. Deshalb wollen wir in Schleswig-Holstein auch beim Ausbau der Erneuerbaren Energien noch einmal deutlich zulegen", ergänzt der Minister mit Blick auf die Bedeutung der Strategie für die Energiewende insgesamt.
© IWR, 2026
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21.10.2020



