Energieversorgung: Juwi und Lanxess prüfen Produktion von grünem Wasserstoff
Wörrstadt / Mannheim - Juwi, Entwickler von Erneuerbare-Energien-Projekten, und der Spezialchemie-Konzern Lanxess prüfen derzeit, wie grüner Wasserstoff am Standort Mannheim künftig zur Versorgung der Lanxess-Anlagen produziert werden kann.
Erste Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie sollen bis Ende 2022 vorliegen. Lanxess entwickelt, produziert und vertreibt am Standort in Mannheim Additive, Spezialchemikalien und Serviceprodukte für die Kautschuk-, Schmierstoff- und Kunststoffindustrie. Die Produkte kommen unter anderem in der Automobil- und Schiffsbau-Industrie, sowie der Luftfahrttechnik und Lebensmittelverarbeitung zum Einsatz.
„Grünem Wasserstoff gehört die Zukunft“, sagt Christian Arnold, Geschäftsführer von JUWI und verantwortlich für das Deutschlandgeschäft des Unternehmens. „Um den Industriestandort Deutschland zukunftssicher aufzustellen, muss der Ausbau von klimafreundlicher Wind- und Solarenergie für die Wasserstoffproduktion schnell und signifikant ausgebaut werden, und zwar überall dort, wo es geeignete Standorte gibt“, fordert Arnold mit Blick auf mögliche Standorte in der Metropolregion Rhein-Neckar.
„Wir wollen 2040 klimaneutral sein. Der Schlüssel dazu ist, dass wir unsere Energieversorgung auf regenerative Quellen umstellen und an unseren Standorten in eine nachhaltige und moderne Energieversorgung investieren“, sagt Bernd Kray, Global Production Director der Lanxess Business Unit Lubricant Additives.
Juwi kooperiert im Rahmen des Projektes eng mit der Konzernmutter MVV. Die MVV-Gruppe arbeitet bereits in Staßfurt (Sachsen-Anhalt) am Zusammenspiel von erneuerbaren Energien und Elektrolyseur für die Produktion von grünem Wasserstoff, um die Sektoren Mobilität und Wärme miteinander zu verzahnen.
© IWR, 2026
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