Innovatives Verbund-Wasserkraftwerk an der Salzach: Österreichischer Verbund startet erstmals Wasserkraftwerk mit horizontalen Kaplanturbinen
Wien - Das neue Salzachkraftwerk Stegenwald, ein Gemeinschaftsprojekt von Österreichs führendem Energieversorger Verbund und der Salzburg AG, hat im April 2025 zwei wichtige Meilensteine erreicht. Der Stauraum wurde planmäßig gefüllt und der erste Maschinensatz erfolgreich mit dem öffentlichen Stromnetz synchronisiert. Damit fließt erstmals sauberer Strom aus der Salzach ins Netz.
Mit dem innovativen Kraftwerk setzen Verbund und Salzburg AG neue Maßstäbe für mittlere Laufwasserkraftwerke: Erstmals werden hier zwei vertikale Kaplanturbinen horizontal (liegend) verbaut. Das Wasser wird somit nicht von vorne, sondern von oben zur Turbine geleitet. Womit auch der Generator nicht, wie in Laufwasserkraftwerken üblich, oben auf der Turbine, sondern davor platziert ist. Damit kann im Betrieb auch das Maschinenhaus überströmt und zur Hochwasserabfuhr verwendet werden. Im Fall eines Hochwassers kann so bis zu 20 Prozent mehr Wasser abgeführt werden – ein wichtiger Beitrag zum regionalen Hochwasserschutz.
Ein weiterer Vorteil dieser Kombination ergibt sich in der kompakten, kosteneffizienten Bauweise und raschen Umsetzung. Im Vergleich zu einem klassischen Flusskraftwerk reduziert sich die Bauzeit um ein Viertel, teilte der Verbund mit.
Bei voller Leistung wird das Laufkraftwerk mit einer Fallhöhe von 8,4 Metern jährlich rund 74 Mio. kWh erneuerbaren Strom erzeugen – genug, um etwa 20.000 Haushalte nachhaltig zu versorgen. Bis zur offiziellen Inbetriebnahme im September 2025 läuft die Anlage noch im Probebetrieb.
© IWR, 2026
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02.05.2025



