Jahresbilanz: RWE 2024 mit deutlichem Rückgang bei Umsatz und Gewinn - Investitionen in Erneuerbare werden gekürzt
Essen - RWE hat die Zahlen für das Geschäftsjahr 2024 vorgelegt. Obwohl wesentliche Parameter schwächer ausfallen als im Vorjahr, zeigt sich der Energieriese zufrieden.
Insgesamt hat der Essener Energiekonzern im Jahr 2024 Umsatzerlöse in einer Größenordnung von 24,2 Mrd. Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahr 2023 ist das ein Rückgang um etwa 15 Prozent (2023: 28,5 Mrd. Euro). Mit einem bereinigten EBITDA von 5,7 Mrd. Euro (2023: 7,7 Mrd. Euro) und einem bereinigten Nettoergebnis von 2,3 Mrd. Euro (2023: 4,1 Mrd. Euro) liegen auch diese Kennzahlen unter dem Vorjahresergebnis. Die Erwartungen hat RWE 2024 damit dennoch übertroffen.
Mit Blick auf die einzelnen Segmente stellen sich die Ergebnisse von RWE 2024 wie folgt dar. Im Bereich Offshore wurde ein bereinigtes EBITDA von 1,6 Mrd. Euro erzielt, was in etwa dem Wert des Vorjahres entspricht (2023: 1,7 Mrd. Euro). Im Segment Onshore Wind/Solar ist das bereinigte EBITDA auf 1,5 Mrd. Euro gestiegen (2023: 1,2 Mrd. Euro). Deutlich zurückgegangen auf 1,9 Mrd. Euro ist das bereinigte EBITDA bei der flexiblen Erzeugung (2023: 3,2 Mrd. Euro) und mit 0,7 Mrd. Euro beim Energiehandel (2023: 1,6 Mrd. Euro).
Das Unternehmen investierte 10 Mrd. Euro netto in Offshore- und Onshore-Windparks, Solaranlagen, Batteriespeicher und Elektrolyseure. Neue Anlagen mit einer Kapazität von rund 2.000 MW (2 GW) wurden 2024 in Betrieb genommen, was zu einem neuen Allzeithoch der Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien mit knapp 50 TWh führte.
Trotz des Erfolgs im Jahr 2024 hat RWE die Investitionspläne für 2025 bis 2030 aufgrund höherer Unsicherheiten infolge von Faktoren wie Engpässen in der Lieferkette, geopolitischer Risiken und höherer Zinsen sowie eines verschärften Risikomanagements gesenkt. Die geplanten Investitionen für den Zeitraum 2025 bis 2030 werden von RWE nun mit 35 Mrd. Euro netto angesetzt, was rund 10 Mrd. Euro weniger ist als ursprünglich geplant. Gleichzeitig wurde die Renditeanforderung für neue Projekte von 8 Prozent auf mehr als 8,5 Prozent erhöht.
„Operativ und finanziell läuft es gut. Mit unserem Portfolio sind wir robust aufgestellt, um die wachsende Stromnachfrage zu bedienen. Unsere Bauprojekte mit einer Kapazität von mehr als 12 Gigawatt schreiten planmäßig voran. Angesichts höherer Unsicherheiten erhöhen wir die Anforderungen an künftige Projekte“, kommentiert RWE CEO Markus Krebber die aktuelle Situation des Energiekonzerns.
Die Nettoverschuldung zum Jahresende 2024 stieg auf 11,2 Mrd. Euro. Der Leverage Factor lag bei 2,0, was weiterhin unter der Obergrenze von 3,0 bleibt. Für 2025 wird ein bereinigtes EBITDA von 4,55 Mrd. Euro bis 5,15 Mrd. Euro sowie ein bereinigtes Nettoergebnis von 1,3 Mrd. Euro bis 1,8 Mrd. Euro prognostiziert.
Für das Geschäftsjahr 2024 wird der Hauptversammlung wie geplant eine Dividende von 1,10 Euro pro Aktie vorgeschlagen (Plus von 0,10 Euro). Für das Geschäftsjahr 2025 ist eine weitere Erhöhung auf 1,20 Euro je Aktie geplant.
© IWR, 2026
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