Kurzfristiger Anstieg: EIA prognostiziert Ölpreise bis 2022
Münster - Die weltweite Nachfrage nach Erdöl wird im Jahr 2021 höher sein als das weltweite Angebot. Nach Angaben der US Energy Information Administration (EIA) kommt es zu einem Rückgang der Lagerbestände und zu einem temporären Preisanstieg.
Für die Sorte Brent mussten im Dezmber 2020 noch 50 US-Dollar pro Barrel bezahlt werden, so die EIA. Dieser Preis soll der Prognose zufolge auf 56 US-Dollar im ersten Quartal 2021 steigen und dann bis 2022 auf Drei-Monatsbasis zwischen 51 und 54 US-Dollar schwanken.
Die OPEC wird dem Bericht zufolge im ersten Quartal 2021 die Roholproduktion kürzen. So hat Saudi-Arabien angekündigt, die Öl-Produktion im Februar und März 2021 freiwillig um weitere 1,0 Mio. Barrel pro Tag zu senken. Trotz dieser Kürzungen wird die OPEC aber 2021 laut EIA mit 27,2 Mio. Barrel pro Tag mehr Öl fördern als 2020 (geschätzt 25,6 Mio. Barrel pro Tag). Das vorhandene Überangebot an Öl lässt einen weiteren Preisanstieg nicht erwarten.
Die niedrigen Ölpreise haben weitreichende Folgen für die Unternehmen der Öl- und Gasindustrie. Je niedriger der Ölpreis, desto höher die Abschreibungen und der Zwang, Kosten zu senken. Sichtbar wird das an den Aktienkursen der Energieunternehmen. So ist beispielsweise die Shell-Aktie von rd. 25 Euro Anfang 2020 auf aktuell 15,90 Euro gefallen. Auch die Exxon Mobil Aktie notiert deutlich niedriger. Kostete die Exxon Mobil Aktie Anfang 2020 noch 60 Euro, konnten Anleger das Papier Ende Oktober für 27 Euro und damit um über 50 Prozent niedriger erwerben. Mittlerweile hat sich der Kurs wieder erholt, die Exxon-Aktie kostet aktuell (22.01.2021) rd. 38,50 Euro.
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