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Solaredge auf Erholungskurs: Solaredge steigert Umsatz in Q4 und Gesamtjahr 2025 - Verluste sinken - Aktie dennoch unter Druck

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Milpitas (USA) - Solaredge Technologies hat die Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 veröffentlicht. Das im regenerativen Aktienindex RENIXX-World gelistete Unternehmen setzt seinen Erholungskurs zwar fort, überzeugt die Investoren aber noch nicht. Die Aktie fällt kräftig.

Im vierten Quartal 2025 erzielte Solaredge einen Umsatz von 335,4 Mio. USD, was einem Anstieg von 71 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht (Q4 2024: 196,2 Mio. USD). Unterm Strich verbleibt im vierten Quartal 2025 ein GAAP-Nettoverlust von -132,1 Mio. USD (Q4 2024: -287,4 Mio. USD). Pro Aktie ergibt sich ein Minus von 2,21 USD (Q4 2024: -5,00 USD pro Aktie). Nach Non-GAAP-Standard sank der Nettoverlust im vierten Quartal 2025 auf 8,2 Mio. USD (Q4 2024: -202,5 Mio. USD), der Verlust je Aktie lag bei -0,14 USD (Q4 2024: -3,52 USD).

CEO Shuki Nir kommentierte: „Unsere Ergebnisse im vierten Quartal verzeichneten ein Umsatzwachstum von 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was unser viertes Quartal in Folge mit Umsatzwachstum im Jahresvergleich und das fünfte Quartal in Folge mit Margensteigerung markiert.“

Für das Gesamtjahr 2025 meldete Solaredge einen Umsatz von 1,18 Mrd. USD. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 31 Prozent gegenüber (2024: 901,5 Mio. USD). Der GAAP-Nettoverlust betrug 405,4 Mio. USD (2024: - 1,81 Mrd. USD). Pro Aktie entspricht das nach GAAP einem Verlust von 6,88 USD (2024: - 31,64 USD pro Aktie). Auf Non-GAAP-Basis reduzierte sich der Jahresverlust auf -140,3 Mio. USD (2024: 1,31 Mrd. USD), -2,38 USD pro Aktie (2024: -22,99 USD).

Für das erste Quartal 2026 erwartet Solaredge einen Umsatz zwischen 290 Mio. USD und 320 Mio. USD. Die Non-GAAP-Bruttomarge soll zwischen 20 Prozent und 24 Prozent liegen, die Non-GAAP-Betriebsausgaben zwischen 88 Mio. USD und 93 Mio. USD. Das Management setzt damit auf einen vorsichtigen Start ins neue Jahr, mit Fokus auf profitables Wachstum und die Einführung der Solaredge Nexis-Plattform. "Durch die Nutzung unserer DC-Expertise, Investitionen in stark wachsende angrenzende Bereiche wie Stromversorgung für KI-Rechenzentren und die Beibehaltung strenger Kostenkontrolle glauben wir, dass wir 2026 zu einem transformativen Jahr für Solaredge machen“, so Shuki Nir.

Die Investoren reagierten zurückhaltend auf die Zahlen von Solaredge. Zwar ist der Umsatz deutlich gestiegen und die Verluste wurden deutlich reduziert, der Nettoverlust bleibt aber weiter hoch. Auch der Ausblick für das erste Quartal ist offensichtlich nicht stark genug.

Die Aktie hat gestern 5,1 Prozent auf 29,75 Euro verloren (Schlusskurs, 18.02.2026, Börse Stuttgart). Auch im heutigen Handel gibt der Kurs stark nach und steht aktuell mit einem Minus von 4,3 Prozent bei 28,48 Euro (16:16 Uhr, 19.02.2026, Börse Stuttgart).

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19.02.2026