Leuchtturmprojekt: Viessmann baut drittgrößte Solarthermieanlage Deutschlands für Stadtwerke Lemgo
Allendorf (Eder) - Die Stadtwerke Lemgo haben den Heizungskonzern Viessmann mit der Planung und Lieferung einer Solarthermie-Großanlage beauftragt. Zum Zeitpunkt der geplanten Fertigstellung Anfang 2022 wird die Anlage die drittgrößte Solarthermieanlage sein.
Die Vorbereitungen für den Bau des Leuchtturmprojektes im nordrhein-westfälischen Lemgo haben jetzt begonnen. Die Anlage wird über ein Kollektorfeld mit einer Gesamtfläche von 9.181 m2 verfügen. Der Auftrag umfasst die Planung und den Bau der schlüsselfertigen Solarthermieanlage einschließlich des zugehörigen Technikgebäudes. Der Bau soll beginnen, sobald die Genehmigungen erteilt sind. Geplant ist, dass die Anlage Anfang 2022 vollständig betriebsbereit ist und ab dann zur Senkung der CO2-Emissionen in Lemgo beiträgt.
Die Solarthermieanlage ist Teil des iKWK-Projekts der Stadtwerke Lemgo. Hinter dem Kürzel verbirgt sich eine innovativ abgestimmte Kombination von erneuerbaren Energien mit einem effizienten Kraft-Wärme-Kopplungssystem. Dabei wird die Solarthermieanlage um eine Wärmepumpe ergänzt, die Wärme aus dem Fluss Bega zur Fernwärmeerzeugung nutzen wird. Beide Anlagen sollen zusammen mehr als 7 Mio. Kilowattstunden Fernwärme aus erneuerbaren Energien produzieren und damit jährlich ca. 1.800 Tonnen an CO2-Emissionen einsparen.
Bei der Solarthermieanlage handelt es sich um die dritte Solarthermie-Großanlage, die Viessmann bislang in Deutschland geplant und gebaut hat. 2018 wurde eine große Solarthermieanlage für das Bioenergiedorf in Mengsberg installiert und in 2019 eine weitere in Moosach bei München in Betrieb genommen. Die Anlage in Lemgo ist im Vergleich zu der in Mensberg mehr als dreimal so groß. Das Projekt zeige, dass die großflächige Nutzung der Solarthermie als Wärmequelle in Deutschland stark an Bedeutung gewinne und die Anlagengrößen wachsen, so Viessmann.
© IWR, 2026
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