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Starker Halbjahres-Zubau: Neue Solarleistungs-Rekorde in Deutschland, Frankreich und Portugal

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Münster - Der Ausbau der Solarenergie in den EU-Staaten sorgt in diesem Sommer für neue Rekordleistungen bei der Stromeinspeisung. In Deutschland haben am Samstag (02.07.2022) Solaranlagen zur Mittagszeit (13.00 Uhr) mit einer Leistung von 36.628 MW Strom in die Netze eingespeist. Das ist ein neuer deutscher Rekord, die Stromerzeugung aus Gas-, Kohle- und Atomkraftwerken konnte entsprechend gedrosselt werden.

Auch der Zubau an neuen Solaranlagen nimmt 2022 deutlich an Fahrt auf. Nach den Daten der Bundesnetzagentur (BNetzA) sind mit Stand 30.06.2022 rd. 2,4 Mio. Solaranlagen zur Stromerzeugung mit einer Gesamtleistung von 64.000 MW in Deutschland installiert. Allein im ersten Halbjahr 2022 kamen nach den vorläufigen BNetzA-Daten etwa 141.000 neue PV-Anlagen mit einer Leistung von 3.900 MW (1.HJ 2021: 2.900 MW) hinzu. Das ist ein Zuwachs um 34,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Setzt sich dieser Trend fort, dann könnte der deutsche Markt für PV-Neuanlagen im Jahr 2022 auf rd. 8.000 MW klettern und damit nach langer Durststrecke von einer Dekade an das bisherige Rekordjahr aus dem Jahr 2012 anknüpfen.

Auch in Frankreich werden immer mehr Solaranlagen installiert, wenngleich das Ausbautempo noch Luft nach oben hat. Mit einer Solarleistung von 10.239 MW wurde am 02.07.2022 ebenfalls ein neuer Stromeinspeise-Rekord aufgestellt. Ende 2021 waren in Frankreich Solaranlagen mit einer Leistung von 12.915 MW installiert.

Zuletzt konnte auch in Portugal ein neuer Solar-Leistungsrekord registriert werden. Nachdem am 01.05.2022 erstmals die Marke von 1.200 MW überschritten wurde, haben die portugiesischen Solaranlagen am 27.06.2022 Strom mit einer neuen Rekordleistung von 1.233 MW in die Netze eingespeist.

© IWR, 2022

04.07.2022