Studie: Extreme Niederschläge sind über Kontinente hinweg verbunden
Potsdam - Extreme Niederschlagsereignisse in einer Stadt oder Region hängen mit der gleichen Art von Ereignissen tausende Kilometer entfernt zusammen, wie ein internationales Expertenteam in einer neuen Studie zeigt. Die Untersuchungsergebnisse wurden jetzt jetzt in Nature veröffentlicht, einer der weltweit führenden Fachzeitschriften.
Die Forscher entdeckten ein globales Verbindungsmuster von Extremniederschlägen. Dies könnte zu einer verbesserten Wettervorhersage führen und so dazu beitragen, Schäden zu begrenzen und Menschen zu schützen. Extreme Niederschlagsereignisse nehmen aufgrund des vom Menschen verursachten Klimawandels zu, teilte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) mit. Die Forscher entwickelten eine neue, in der Wissenschaft komplexer Systeme verwurzelte Methode zur Analyse von Satellitendaten. Die dadurch entdeckten Muster extremer Niederschläge sind wahrscheinlich mit riesigen Luftströmungen verbunden, die als Jetstreams bekannt sind und die die Erde hoch oben in der Atmosphäre umkreisen und riesige Wellen zwischen dem Äquator und den Polen bilden.
"Wir haben ein globales Verbindungsmuster entdeckt, das das Auftreten von extremen Regenereignissen bestimmt, und bestimmte Arten von atmosphärischen Wellen als die wahrscheinliche Hauptursache identifiziert. Wir hoffen, dass unsere Erkenntnisse über die atmosphärische Dynamik und den Zusammenhang mit extremen Niederschlagsereignissen helfen werden, die Vorhersage solcher Ereignisse zu verbessern", sagt Niklas Boers vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dem Imperial College in London, Leitautor der neuen Studie.
Auffällig ist nach Angaben der Forscher, dass beispielsweise Extremereignisse im südasiatischen Sommermonsun typischerweise mit Ereignissen in Ostasien, Afrika, Europa und Nordamerika verbunden sind. Zwar würden Regenfälle in Europa nicht den Regen in Pakistan und Indien verursachen, aber sie gehörten zum gleichen atmosphärischen Wellenmuster.
© IWR, 2026
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