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Jinkosolar und Canadian Solar legen Zahlen vor

Shanghai / Guelph, Kanada – Der PV-Weltmarktführer Jinkosolar sowie der kanadisch-chinesische Hersteller Canadian Solar haben die Zahlen für das erste Quartal 2017 vorgelegt. Während der Gewinn bei Jinkosolar nachlässt, bleibt der Turnaround bei Canadian Solar weiterhin aus.

Jinkosolar und Canadian Solar haben die Zahlen für das erste Quartal 2017 vorgelegt. Während Jinkosolar deutlich weniger Gewinn als im letzten Quartal einfährt, kann Canadian Solar die Verluste nicht eingrenzen.

Jinkosolar steigert Absatz und Kosten – Gewinn bricht ein

Jinkosolar konnte im ersten Quartal 2017 Absatz und Umsatz steigern. Insgesamt haben die Chinesen Solarmodule mit einer Leistung von 2.068 Megawatt (MW) abgesetzt, das sind 19 Prozent mehr als im Vorquartal (Q4 2016: 1.733 MW). Der Umsatz ist leicht um 13 Prozent auf 5,8 Mrd. Yuan (etwa 750 Mio. Euro; Q4 2016: 5,1 Mrd. Yuan, etwa 670 Mio. Euro).

Bei steigenden Kosten sinkt der operative Gewinn bei Jinkosolar jedoch um 27 Prozent auf 57 Mio. Yuan (etwa 7,4 Mio. Euro; Q4 2016: 78 Mio. Yuan, etwa 10,2 Mio. Euro). Grund dafür seien steigende Silizium- und Solarpreise sowie Lieferengpässe im ersten Quartal. Der konzernweite Nettogewinn beläuft sich auf nur noch 60 Mio. Yuan (7,9 Mio. Euro), nach rund einer Mrd. Yuan im letzten Quartal 2016. Der Gewinn im Vorjahresquartal war jedoch wesentlich durch den Verkauf des Projektgeschäftes geprägt. Doch auch im ersten Quartal 2016 lag der konzernweite Nettogewinn mit 361 Mio. Yuan noch deutlich über dem des abgelaufenen Quartals.

Jinkosolar-CEO: Kurzfristiger Gegenwind
„Auch wenn wir kurzfristig einigen Gegenwind aus der Industrie haben, ist die fortschreitende Entwicklung der weltweiten Solarindustrie unumkehrbar“, betont Kangping Chen, CEO von Jinkosolar. „Wir sind von den langfristigen Erfolgsaussichten des Solarsektors und unserer nachhaltigen Wachstumsstrategie überzeugt.“

Canadian Solar schreibt unverändert Verluste
Bei dem kanadischen Konzern Canadian Solar mit Produktionsstätten in China sinkt die abgesetzte Menge im ersten Quartal dagegen leicht um 6 Prozent auf 1.489 MW (Q4 2016: 1.581 MW). Damit liegen die Kanadier jedoch oberhalb ihrer Erwartungen von 1.150 bis 1.200 MW. Der Umsatz steigt dennoch leicht um ein Prozent auf 677 Mio. US-Dollar (etwa 601 Mio. Euro, Q4 2016: 668 Mio. US-Dollar, etwa 593 Mio. Euro). Unterm Strich schreibt Canadian Solar jedoch weiterhin Verluste in Höhe von 13,3 Mio. US-Dollar (etwa 11,8 Mio. Euro), genauso viel wie im letzten Quartal 2016.

Fortschritte bei Kapazitätsausbau

Canadian Solar CEO Shawn Qu betont die Fortschritte beim Wiederaufbau der Zellproduktion, die im Juni 2016 durch einen Tornado beschädigt wurde. Zum Quartalsende lag die Produktionskapazität bei 3.770 MW. Durch Reparaturen sowie eine neue 850-MW-Fabrik in Südost-Asien soll die Kapazität zur Jahresmitte auf 4.490 MW ansteigen.

© IWR, 2017

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