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Ergebnis der ersten PV-Auktion in China liegt vor

© Fotolia© FotoliaPeking, China – China hat bei der Solarenergie einen Systemwechsel von festen Vergütungen auf ein Ausschreibungssystem vollzogen. Das jetzt vorliegende Ergebnis der ersten Solarausschreibung weckt die Erwartung auf ein starkes zweites Halbjahr des chinesischen Solarmarktes.

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2019 ist der Neubau von Photovoltaikanlagen in China im Vergleich zum Vorjahr 2018 deutlich zurückgegangen. Angesichts des jetzt in der ersten Solarausschreibung genehmigten Anlagenvolumens mit einer Kapazität von fast 23.000 MW dürfte die Zubaudynamik bis zum Ende des Jahres 2019 wieder deutlich anziehen.

Große Kraftwerksprojekte stellen Schwerpunkt bei Ausschreibung
Die chinesische National Energy Administration (NEA) hat das Ergebnis der ersten nationalen Ausschreibung für Photovoltaik-Projekte veröffentlicht. Insgesamt wurden im Rahmen der Ausschreibung 4.338 Projekte mit einer Gesamtleistung von 24.550 Megawatt (MW) zur Genehmigung eingereicht. Bezuschlagt wurden 3.921 Projekten mit einer Leistung von 22.780 MW, d.h. 417 Projekte mit einer Kapazität von rd. 1.770 MW wurden nicht genehmigt. Die genehmigten Einspeisetarife reichen von 0,2795 Renminbi (RMB) (rd. 3,6 Cent / kWh) bis zu 0,5500 RMB (rd. 7,1 Cent / kWh). Der durchschnittliche Vergütungssatz liegt bei 0,3281 RMB (rd. 4,2 Cent/kWh). Das meldet das Beratungsunternehmen Asia Europe Clean Energy Solar Advisory (AECEA).

Von den 22.780 MW entfallen 18.120 MW auf 366 große PV-Kraftwerks-Projekte (79,5 Prozent), 4.100 MW auf 3.080 kleinere Projekte zum Eigenverbrauch (18 Prozent) und 560 MW auf rd. 470 dezentrale PV-Anlagen (rd. 2,5 Prozent). Die genehmigten Projekte können bis zum 31. Dezember 2019 zu den bezuschlagten Konditionen ans Netz angeschlossen werden. Erfolgt der Netzanschluss erst 2020, so reduziert sich der Vergütungssatz bis Ende Juni 2020 pro Quartal um jeweils 0,01 RMB (0,013 Cent/kWh). Bei Projekten, die erst nach dem 30. Juni 2020 ans Netz angeschlossen werden, wird der genehmigte Einspeisetarif widerrufen und die Projekte werden u.U. ganz gestrichen.

AECEA erhöht Prognose für chinesischen PV-Jahreszubau
Ende Mai 2019 lag die installierte PV-Leistung in China bei etwa 182.000 MW. Davon entfielen mit 127.680 MW rd. 70 Prozent auf PV-Kraftwerke und rd. 54.390 MW (etwa 30 Prozent) auf kleinere, dezentrale Anlagen. Über die größte PV-Leistung verfügt die Provinz Shandong mit 14.180 MW, vor der Provinz Jiangsu mit 13.880 MW. Die in den Top Ten Provinzen installierte PV-Leistung liegt bei rd. 113.000 MW, was in etwa 62 Prozent der installierten Gesamtleistung entspricht.
Auf der Grundlage der jetzt genehmigten Projekte mit Einspeisetarifunterstützung in einer Größenordnung von knapp 23.000 MW hat AECEA seine Prognose für das Gesamtjahr 2019 von zuletzt 32.000 - 34.000 MW auf jetzt 38.000 - 42.000 MW angehoben. Im Vergleich zu der im Vorjahr 2018 neu installierten Kapazität von etwa 44.000 MW entspricht das neue Prognoseziel noch einem Rückgang von rd. 5 bis 14 Prozent.

© IWR, 2019


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15.07.2019

 



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