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Plug Power enttäuscht mit 2020er-Bilanz - Einstieg von SK Group abgeschlossen - Bau neuer H2-Produktion angekündigt

© Plug Power© Plug PowerLatham, USA - Plug Power hat gestern (25.02.2021) die Zahlen für das vierte Quartal (Q4/2020) sowie das Gesamtgeschäftsjahr 2020 veröffentlicht. Die Investoren reagieren enttäuscht. Daran ändern auch der positive Ausblick für die weitere Geschäftsentwicklung sowie die Ankündigung eines neuen Wasserstoff-Werkes nichts.

Der US-Brennstoffzellenersteller Plug Power verzeichnet im vierten Quartal 2020 und für das Geschäftsjahr negative Umsätze und ein negatives Netto-Ergebnis. Belastend wirken sich Kundengarantien aus, die im vierten Quartal wirksam geworden sind. Für die weitere Entwicklung des Unternehmens sieht sich Plug Power gut aufgestellt und den Abschluss des Einstiegs der SK Group. Zudem kündigt das RENIXX-Unternehmen den Bau einer neuen Wasserstoffproduktionsstätte im US-Bundesstaat New York an.

Umsätze und Ergebnis in Q4 und im Gesamtjahr 2020 negativ - positiver Ausblick auf 2021
Der Brennstoffzellenspezialist Plug Power meldet für das vierte Quartal Bruttoumsätze von 96,3 Millionen US-Dollar (Mio. USD) und für das Gesamtjahr 2020 von 337 Mio. US-Dollar. Belastet durch Kosten in einer Größenordnung von 456 Mio. USD für nach Angaben von Plug Power nicht näher spezifizierte „nicht liquiditätswirksame Kundengarantien“ sinkt der gemäß GAAP ausgewiesene Umsatz in Q4 auf minus 316,3 Mio. USD und im Gesamtjahr 2020 auf minus 100,5 Mio. USD. Unterm Strich verleibt für Q4 ein negatives Netto-Ergebnis von minus 467,2 Mio. USD in Q4/2020 (Q4/2019: - 18,3 Mio. USD) und minus 561,7 Mio. USD im Gesamtjahr 2020 (2019: - 85,5 Mio. USD). Pro Aktie ergibt sich damit ein Wert von minus 1,12 USD in Q4 und minus 1,58 USD für das Gesamtjahr 2020.

Vielversprechender ist dagegen der Ausblick des Brennstoffzellen-Schwergewichts. Die kürzlich von 450 Mio. USD auf 475 Mio. USD-Dollar angehobene Prognose für den Bruttoumsatz bestätigt Plug Power. Für 2021 hat sich Plug Power zudem vier Hauptziele gesetzt. Erstens soll die Expansion im Bereich der Erzeugung von grünem Wasserstoff (H2) beschleunigt werden. Des Weiteren sollen die Kooperationen mit Renault und der SK Group erfolgreich gestartet werden und weitere Expansionen durch Partnerschaften, Joint Ventures (JV) und Akquisitionen in der Wasserstoffwirtschaft getätigt werden. Zudem steht der Ausbau der Kundenbeziehungen in allen Geschäftsbereichen auf der Agenda, um 2022 einen Bruttoumsatz von 750 Mio. USD zu erreichen.

1,6 Mrd. USD-Investition zum Aufbau einer H2-Wirtschaft in Asien abgeschlossen
Mit Blick auf die weitere Expansion und Beschleunigung des Wasserstoff-Marktes hat Plug Power den Abschluss der 1,6 Mrd. USD-Investition der südkoreanischen SK Group zum Aufbau der Wasserstoffwirtschaft in asiatischen Märkten bekannt gegeben. Die SK Group erhält dafür rd. 10 Prozent der Anteile an Plug Power. Im Rahmen der Partnerschaft ist die Gründung eines Joint Ventures in Asien vorgesehen. Ziel des JVs ist es, bis 2023 eine Gigafactory in Korea zu errichten, um Brennstoffzellen und Elektrolyseure zu produzieren und diese später in weiteren asiatischen Märkten anzubieten. Die SK Group, nach Angaben von Plug Power der drittgrößte Mischkonzern in Südkorea, hat einen Schwerpunkt in der Energiewirtschaft und engagiert sich für den Ausbau grüner Energien in Südkorea sowie asiatischen Märkten.

Bau von Nordamerikas größter Anlage zur Wasserstoffproduktion angekündigt
Plug Power hat außerdem angekündigt, im US-Bundesstaat New York im Science, Technology and Advanced Manufacturing Park (STAMP) eine neue hochmoderne Produktionsanlage für grünen Wasserstoff mit einem Investitionsvolumen von 290 Mio. USD zu errichten. Als Nordamerikas größte Produktionsanlage für grünen Wasserstoff soll die Anlage täglich 45 Tonnen grünen Flüssigwasserstoff produzieren und damit die Nordost-Region versorgen. Über ein Netzwerk von Anlagen möchte Plug Power bis 2025 weltweit 500 Tonnen Wasserstoff täglich liefern und das Volumen bis 2028 auf 1.000 Tonnen täglich steigern. Die Anlage im STAMP-Park wird PEM-Elektrolyseure von Plug Power mit einer Gesamtkapazität von 120 Megawatt (MW) nutzen, um den Wasserstoff mit Wasserkraft herzustellen.

Aktie bricht nach Geschäftszahlen ein
Die Aktie von Plug Power bricht im gestrigen Handel um 12,4 Prozent auf 35,75 Euro ein (Schlusskurs 25.02.2021) und beendet als schlechtester Titel im regenerativen Aktienindex RENIXX World den Handelstag. Damit ist die Aktie fast nur noch halb so teuer wie am 26. Januar, als der Kurs mit 61,88 Euro sein bisheriges Jahreshoch markierte. Im heutigen Handel notiert die Aktie aktuell mit einem Minus von 2,5 Prozent bei 34,9 Euro (26.02.2021, 10:53 Uhr, Börse Stuttgart). Verglichen mit dem Kurs zum Jahresanfang liegt die Plug Power Aktie aktuell noch bei einem Plus von etwa 30 Prozent.


© IWR, 2021


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26.02.2021

 



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