EE-Potenziale bleiben ungenutzt: Kritik an Nationaler Wasserstoffstrategie
Freiburg - Die Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung stößt bei dem auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz spezialisierten Unternehmensberater Heribert Sterr-Kölln aus Freiburg auf deutliche Kritik.
In einem aktuellen Interview in Energie & Management fordert Sterr-Kölln eine stärkere Nutzung der nationalen Potenziale erneuerbarer Energien für die Wasserstoffproduktion. "Altmaiers Wasserstoffpläne haben einen entscheidenden Fehler", so Sterr-Kölln. Sie würden in erster Linie auf den Import von Wasserstoff setzen und die längst nicht ausreichend entwickelten Potenziale Erneuerbarer Energien hierzulande unterschlagen. "Diese müssen aber bevorzugt für eine sichere nationale Wasserstoffversorgung genutzt werden", so Sterr-Kölln weiter.
Der vor allem für mittelständische Unternehmen, Kommunen sowie Stadtwerke tätige Unternehmensberater sieht den kommunalen Ansatz in Verbindung mit einer sich dynamisch entwickelnden Digitalisierung und mit Strom aus heimischen Ressourcen als Schlüssel, um die künftige Wasserstoffwirtschaft und die Wertschöpfung daraus im eigenen Land zu generieren.
Beispielhaft dafür verweist er auf eine erfolgreiche Initiative der SWW Wunsiedel in Oberfranken. Dort ist vor wenigen Wochen die Planung eines 6-MW-Elektrolyseurs, der ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben wird, auf den Weg gebracht worden "Das ist enorm wichtig, denn die Energiewende und die Wasserstoffwirtschaft finden in Zukunft dezentral statt", so Sterr-Kölln.
Sterr-Kölln & Partner mbB ist ein interdisziplinäres Beratungsunternehmen, das sich auf Erneuerbare Energien und Energieeffizienz spezialisiert hat. Standorte von Sterr-Kölln & Partner sind Freiburg, Berlin, Paris und Straßburg. Das 1979 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeiter.
© IWR, 2026
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