FGW konkretisiert TR 4 und TR 8: FGW veröffentlicht neue Beiblätter zu TR 4 und TR 8 - Netzstabilität und Momentanreserve im Fokus
Berlin - Die Fördergesellschaft Windenergie und andere Erneuerbare Energien (FGW e. V.) hat neue Beiblätter zu ihren zentralen technischen Richtlinien TR 4 und TR 8 veröffentlicht. Die neuen Beiblätter konkretisieren die Anforderungen der Richtlinien an die Netzstabilität für erneuerbare Erzeugungsanlagen.
Die TR 4 legt fest, welche technischen Eigenschaften einzelne Erzeugungseinheiten -etwa eine komplette Windenergieanlage -erfüllen müssen, um für die Zertifizierung netzbildender Eigenschaften und Momentanreserve zugelassen zu werden. Dabei wird unter anderem geprüft, ob die Einheit netzbildend arbeitet, Momentanreserve bereitstellt und Spannungs- sowie Frequenzanforderungen einhält. TR 8 bewertet das Zusammenspiel mehrerer solcher Einheiten in einer kompletten Erzeugungsanlage oder einem Park und stellt sicher, dass das Gesamtsystem zuverlässig und netzkonform funktioniert.
Der Fachausschuss Elektrische Eigenschaften (FAEE) der FGW hat nun Beiblatt 10.1 zur TR 4 Revision 10 sowie Beiblatt 10.1 und 10.2 zur TR 8 Revision 10 veröffentlicht. Ziel ist die kurzfristige Umsetzung der Hinweise des Forums Netztechnik/Netzbetrieb (FNN), die praxisorientierte Empfehlungen für netzbildende Eigenschaften und Momentanreserve enthalten, Version 2.1 vom Januar 2026.
Das Beiblatt 10.2 zur TR 8 umfasst Korrekturen im Anhang A, unter anderem zu Betriebsmodi bei Kommunikationsunterbrechung zwischen EZA-Regler und Erzeugungseinheiten, zur Regelung bei Ausfall der Hilfsenergie von Schutzeinrichtungen sowie zum Verhalten bei Spannungssprüngen.
Alle Beiblätter sind ab sofort gültig und stehen auf der Website der FGW zum Download bereit. Mit der Aktualisierung konkretisiert der Verband die Anforderungen an Anlagenbetreiber und Hersteller im Hinblick auf Netzstabilität und Systemverhalten.
© IWR, 2026
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