Neue Wasserstoff-Aktie: Thyssenkrupp plant Börsengang von Wasserstoff-Tochter Nucera
Essen - Die Thyssenkrupp AG und die Thyssenkrupp Nucera AG & Co. KGaA kündigen den Plan eines Börsengangs der Thyssenkrupp Nucera an. Das Unternehmen, Anbieter hocheffizienter Elektrolyseanlagen, strebt dabei eine Notierung im Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse an. Vorbehaltlich des Kapitalmarktumfelds ist geplant, dass der Börsengang und die Handelsaufnahme der Aktien von Thyssenkrupp Nucera vor der Sommerpause 2023 abgeschlossen ist.
Thyssenkrupp Nucera befindet sich zu 66 Prozent im Besitz der Thyssenkrupp, 34 Prozent hält die italienische Industrie De Nora. Das öffentliche Angebot soll hauptsächlich aus neu ausgegebenen Stammaktien aus einer Kapitalerhöhung bestehen. Die Gesamtzahl der zu platzierenden Aktien sowie andere relevante Bedingungen werden vor dem Start des Börsengangs festgelegt. Der Erlös aus der Kapitalerhöhung wird voraussichtlich rund 500-600 Mio. Euro betragen und soll das starke Wachstum des Geschäftsbereichs der alkalischen Wasserelektrolyse (AWE) von Thyssenkrupp Nucera unterstützen.
Dr. Werner Ponikwar, CEO von Thyssenkrupp Nucera: „Mit unserer Technologie zur Herstellung von grünem Wasserstoff wollen wir die neue Ära nachhaltiger Energienutzung mitgestalten. Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselfaktor für die Dekarbonisierung der Industrie und damit der Erreichung der Klimaschutzziele. Unsere Technologie produziert grünen Wasserstoff im großen Stil und unterstützt unsere Kunden auf dem Weg zur Klimaneutralität."
Die Thyssenkrupp AG beabsichtigt, bei Thyssenkrupp Mucera langfristig als Aktionär engagiert zu bleiben und eine Mehrheitsbeteiligung zu halten.
Thyssenkurpp Nucera ist nach eigenen Angaben mit mehr als 600 abgeschlossenen Projekten, 240.000 produzierten Elektrolysezellen und über 10 Gigawatt (GW) installierter Elektrolyse-Leistung ein Marktführer im Chlor-Alkali-Geschäft. In den kommenden Jahren soll die Produktion der alkalischen Wasserelektrolyse-Anlagen hochgefahren werden. Im ersten Halbjahr 2022/23 beträgt der Auftragsbestand allein für dieses Geschäft rund 1 Mrd. Euro - bei einem Gesamtauftragsbestand von rund 1,4 Mrd. Euro.
© IWR, 2026
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