Wasserstoffnetze: VKU gegen Genehmigungspflicht durch Bundesbehörde bei kommunalen Planungen - Kritik an Bundesnetzagentur
Berlin - Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) kritisiert die Festlegung der Bundesnetzagentur (BNetzA) zu den Wasserstoff-Fahrplänen (Fauna), die die Regulierungsbehörde nun umsetzt.
VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing: „Wasserstoff ist ein zentraler Baustein der Energiewende. Mit der heutigen Festlegung der Bundesnetzagentur (Az.: 4.28/1#1) zu Wasserstoff-Fahrplänen („Fauna“) kommt ein weiterer Baustein hinzu. Allerdings wird der Einsatz des Energieträgers bei der Wärmewende durch die Vorgaben des § 71k Gebäudeenergiegesetz (GEG) als Rechtsgrundlage für FAUNA unnötig erschwert, wenn nicht sogar ausgeschlossen."
Gasnetzbetreiber müssten für den Übergang von Gas auf Wasserstoff einen verbindlichen Fahrplan inklusive Wirtschaftlichkeitsnachweis für die 30er Jahre erbringen, was heute niemand verbindlich leisten könne, so Liebing. So werde Technologieoffenheit bewusst konterkariert, lautet die Kritik.
"Dass das GEG für kommunale Planungen derart detaillierte Vorgaben macht, ist ungewöhnlich und der einzige Fall, in dem kommunale Planungen durch eine Bundesbehörde genehmigt werden müssen. Das ist Ausdruck von Misstrauen. Wir setzen uns dafür ein, dass diese Genehmigungspflicht entfällt", so Liebing.
Mit diesem "Verhinderungsparagraphen" bleibt nach Ansicht von Liebing der Wasserstoff nur eine theoretische Option. Die notwendige Infrastruktur werde unter diesen Vorzeichen nicht gebaut, beziehungsweise auf Wasserstoff umgestellt werden können.
Ziel müsse vielmehr sein, die Wärmewende vor Ort in den Kommunen praxistauglich und technologieoffen voranzubringen. Überregulierung und Mikromanagement förderten dagegen Ineffizienzen und würden die Energiewende bremsen.
Hintergrund: Die Festlegung mit dem Namen „Fahrpläne für die Umstellung der Netzinfrastruktur auf die vollständige Versorgung der Anschlussnehmer mit Wasserstoff“ (Fauna) beruht auf §71k im Gebäudeenergiegesetz (GEG).“
© IWR, 2026
RWE-Meilenstein in Großbritannien: Cadeler schließt Installation aller 100 Turbinen im britischen Offshore Windpark Sofia ab
EU-Parlament und Rat wollen fairen Klimaschutz: EU stärkt neues Emissionshandelssystem für Gebäude und Verkehr vor Start 2028
Scatec-Aktie profitiert: Scatec startet Bau von 120-MW-Solarkraftwerk in Tunesien
Nel-Aktie im Minus: Nel-CEO Håkon Volldal kündigt Rücktritt an
Trend zum integrierten Energiesystem: Sun Energy XT präsentiert Gesamtlösung für Solarstrom, Speicher und E-Mobilität
Das könnte Sie auch noch interessieren
Original-Pressemitteilungen Energiewirtschaft
Tagesaktuelle Stromerzeugung in Europa just in time
Stromstatisik- Erzeugung, Import, Export Deutschland
20.12.2024



