Zusammenarbeit: First Ammonia und Uniper kündigen Kooperation bei Herstellung von grünem Ammoniak an
Düsseldorf - Der deutsche Energiekonzern Uniper und der amerikanische Produzent von grünem Ammoniak First Ammonia wollen bei der Herstellung von grünem Ammoniak zusammenarbeiten. Das wurde jetzt im Rahmen einer deutsch-amerikanischen Wasserstoffkonferenz in Berlin bekannt gegeben.
First Ammonia setzt in seiner Anlage im texanischen Port of Victoria in dem Vorzeigeprojekt des Unternehmens grünen Strom zur Ammoniakherstellung ein. In der großtechnischen Anlage kommen erstmals Festoxid-Elektrolyseure zum Einsatz, die nach Unternehmensangaben 30 Prozent energieeffizienter als herkömmliche Elektrolyseure sind und damit für dieselben Produktionsmengen weniger Strom benötigen. Die Produktion soll 2026 aufgenommen und mithilfe des modularen Konzepts zügig ausgebaut werden, damit Uniper seine Kunden mit grünem Ammoniak beliefern kann.
Jedes der von First Ammonia eingesetzten 100-MW-Module wird nach Angaben der Unternehmen anfänglich bis zu 100.000 t grünes Ammoniak pro Jahr produzieren. Dabei werden im Vergleich zur Herstellung von grauem Ammoniak auf fossiler Basis ca. 180.000-240.000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden, so Uniper. Das CO2-freie Ammoniak soll Uniper dabei unterstützen, die Energiewende voranzubringen.
"Wir sind sehr froh über die Zusammenarbeit mit Uniper, durch die wir den Weltmarkt mit grünem Ammoniak aus unserer 100 Prozent CO2-freien, innovativen Vorzeigeanlage in Texas versorgen werden“, begrüßt der First Ammonia CEO Joel Moser die Kooperationsvereinbarung. „Bei diesem bahnbrechenden Projekt ist es unser kurzfristiges Ziel, ein bevorzugter Lieferant für alle Branchen zu werden, die Ammoniak als Ausgangsstoff verwenden. Neben der Beteiligung an einer Reihe globaler Projekte für sauberes Ammoniak verfolgt Uniper aktiv Projekte zur Entwicklung von Ammoniak-Anlandeterminals und der dazugehörigen Infrastruktur in europäischen Häfen, darunter auch an seinem deutschen Terminal in Wilhelmshaven", ergänzt Carsten Poppinga, Chief Commercial Officer von Uniper.
© IWR, 2026
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