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Treibhausgas-Konzentration so hoch wie nie

© Fotolia© FotoliaGenf, Schweiz – Die UN-Klimakonferenz 2018 in Katowice in Polen beginnt in gut einer Woche. Im Vorfeld hat die World Meteorological Asscocitation (WMO) jetzt alarmierende Zahlen zur weltweiten Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen veröffentlicht.

Alle internationalen Bestrebungen zum Schutz des Weltklimas Klimas verpuffen bislang. Nach dem neuesten World Greenhouse Gas Bulletin der WMO nimmt das Tempo beim Anstieg der Treibhausgasemissionen weiter zu.

CO2-Konzentration steigt auf neuen Rekord
Nach Erkenntnissen der WMO hat die Konzentration klimarelevanter Treibhausgase in der Atmosphäre einen neuen Rekordstand erreicht. Anzeichen für eine Umkehrung dieses Trends, der zu langfristigem Klimawandel, dem Meeresspiegelanstieg, der Versauerung der Meere und mehr extremen Wettersituationen beitraget, gebe es keine, warnen die WMO-Wissenschaftler in ihrem jährlichen World Greenhouse Gas Bulletin

Das WMO Treibhausgas Bulletin zeigt, dass die global gemittelte Konzentration von Kohlendioxid (CO2) im Jahr 2017 bei 405,5 Parts per Million (ppm) lag, gegenüber 403,3 ppm in 2016 und 400,1 ppm in 2015. Der CO2-Anstieg von 2016 bis 2017 entsprach in etwa der durchschnittlichen Wachstumsrate der letzten zehn Jahre, so die WMO. Es sei zwar war kleiner gewesen als der Rekordsprung, der von 2015 bis 2016 unter dem Einfluss eines starken El Niño-Ereignisses beobachtet wurde. Dieser hatte zu Dürren in tropischen Regionen geführt und die Fähigkeit von „Senken“ wie Wäldern und Vegetation, CO2 zu absorbieren, reduziert. 2017 habe es allerdings keinen El Niño gegeben.

"Das letzte Mal, dass es auf der Erde eine vergleichbare CO2-Konzentration gab, war vor 3-5 Millionen Jahren, als die Temperatur um 2-3 ° C wärmer und der Meeresspiegel 10-20 Meter höher war als jetzt", sagte WMO Generalsekretär Petteri Taalas. Ohne schnelle Einsparungen von CO2 und anderen Treibhausgasen werde der Klimawandel zunehmend zerstörerische und irreversible Auswirkungen auf das Leben auf der Erde haben. Das Zeitfenster für Maßnahmen sei fast geschlossen, so Taalas weiter.

Produktion von illegalen Kühlmitteln bremst FCKW-Rückgang
Sorgen bereitet der WMO zudem auch die Entwicklung des Kühlmittels CFC-11 oder Trichlorfluormethan in der Atmosphäre. Das zu den Fluorkohlenwasserstoffen (FCKW) gehörende CFC-11 sorgt für einen Abbau der schützenden Ozon-Schicht und zählt ebenfalls zu den klimarelevanten Treibhausgasen. Im Rahmen des Anfang 1989 in Kraft getretenen Montrealer Abkommen hatten sich die Staaten verpflichtet, die Produktion von ozonschädigenden Substanzen wie CFC zu reduzieren und zu stoppen. In der Folgezeit sank die CFC-Konzentration deutlich ab. Seit 2012 hat sich der Rückgang von CFC11 im Vergleich zum vorangegangenen Jahrzehnt allerdings wieder deutlich verlangsamt. Die wahrscheinlichste Ursache für diese Verlangsamung sind nach WMO-Erkenntnissen erhöhte Emissionen im Zusammenhang mit der Produktion von CFC-11 in Ostasien.


© IWR, 2018


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23.11.2018

 




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