H2Global-Projekt: Habeck bewilligt 900 Millionen Euro für Wasserstoff-Importe
Berlin - Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat Mittel für das Förderinstrument H2Global bewilligt. Ziel des Projekts ist es, den internationalen Markthochlauf von grünem Wasserstoff voranzubringen. Dazu hat das BMWi 900 Millionen Euro freigegeben.
Bei dem geplanten Doppelauktionsverfahren werden "grüner" Wasserstoff oder Wasserstoffderivate aus Nicht-EU-Ländern zum niedrigsten Preis mit 10-Jahresverträgen eingekauft. Auf der anderen Seite wird dieser Wasserstoff mittels kurzfristiger Auktionen zum höchstmöglichen Preis an deutsche und europäische Unternehmen verkauft, die ihre Dekarbonisierung damit vorantreiben können.
Da der Produktionspreis von grünem Wasserstoff in der derzeitigen Markthochlaufphase noch relativ hoch ist, wird die Differenz durch die Zuwendung des Bundes für maximal 10 Jahre ausgeglichen. Über die Zeit und mit dem Wasserstoff-Markthochlauf werden die Verluste geringer ausfallen, so die Planung.
Abgewickelt werden die Verträge über den Intermediär HINT.CO, das ist eine Tochter der von der Privatwirtschaft gegründeten H2Global-Stiftung.
Nachdem das Förderinstrument am 20.12.2021 von der Europäischen Kommission beihilferechtlich genehmigt wurde, sollen die ersten Abnahmeverträge im Rahmen von H2Global bereits im Jahr 2022 geschlossen werden. Die ersten Lieferungen nachhaltiger Energieträger auf Wasserstoffbasis nach Deutschland und Europa sind für das Jahr 2024 geplant.
© IWR, 2026
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